Unternehmen begrüßen 3G am Arbeitsplatz

Manche Betriebe im Bezirk Horn sehen die neuen Regelungen als den richtigen Schritt an.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:01
Bezirk Horn - Unternehmen begrüßen 3G am Arbeitsplatz
Noch läuft die Übergangsfrist, doch ab dem 15. November muss auch am Arbeitsplatz ein 3G-Nachweis erbracht werden. Manche Unternehmen positionieren sich dabei klar hinter den Maßnahmen und sehen die Verschärfung als richtigen Schritt für einsicheres Arbeitsumfeld.
Foto: Symbolbild/Shutterstock

Lange kamen Arbeitnehmer darum herum, doch nun gelten die 3G auch am Arbeitsplatz. Bis zum 14. November läuft noch eine Übergangsfrist. Diese sieht vor, dass ein 3G-Nachweis vorläufig mit dem Tragen einer FFP2-Maske ersetzt werden kann. Danach gilt die Kontrolle der 3G aber für alle arbeitenden Menschen mit „physischem Kontakt“. Auch wenn die neue Regelung wieder mit Einschränkungen daherkommt, sind viele Unternehmen fast schon positiv gestimmt und unterstützen die Entscheidung.

Hans Poinstingl, der Geschäftsführer der Firma Leidenfrost Pool in Eggenburg, sieht die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz recht entspannt: „Uns bleibt eh nichts anderes übrig, als uns an die Regeln zu halten. Ich sehe es aber auch nicht als ein Problem, da 90 Prozent unserer Mitarbeiter sowieso schon geimpft sind.“ Der Rest müsse jetzt jeden Tag einen negativen Test vorweisen.

Bei dem rund 50 Personen starken Unternehmen ist die Zahl der Ungeimpften dabei überschaubar. „Die Kontrolle ist kein Problem. Alle Mitarbeiter sind informiert und die nicht geimpften Personen sind allen im ganzen Betrieb bekannt“, betont Poinstingl. Am Ende des Tages sieht er die jetzt wieder schärferen Maßnahmen als viel zu spät an: „Es hätte gar nicht so weit kommen müssen. Die Regierung hat im Sommer vier Monate geschlafen und geglaubt, dass alles von alleine verschwindet. Die Experten haben gewarnt, doch gemacht wurde nichts.“

Sehr hinter den Verschärfungen positioniert sich das Bauunternehmen Leyrer + Graf. „Persönlich halte ich die 3G-Regel für absolut notwendig und den Aufwand sehr überschaubar“, betont der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Graf. Die Kontrollen würden im Großen und Ganzen gut funktionieren, teilweise seien aber vermehrte Kommunikation und Aufklärung nötig.

„Ich erwarte mir von allen Mitarbeitern die volle Unterstützung und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Wir müssen hier zusammenhelfen, indem jede und jeder einen persönlichen Beitrag leistet“, meint Graf.

Zahl der Ungeimpften ist „überschaubar“

Relativ „einfach zu handhaben“ sei die neue Situation laut dem Horner Stadtamtsdirektor Matthias Pithan. „80 Prozent aller Gemeindebediensteten sind geimpft. Die Zahl der Ungeimpften ist überschaubar“, berichtet er. Aufgrund der verschiedensten Tätigkeitsfelder im Gemeindebetrieb gelten aber auch unterschiedliche Regelungen. Im Kindergarten- und Schulbetrieb werden schon längst strenge eigene Richtlinien zu den Testnachweisen durchgesetzt. Anders würde es den Bauhofmitarbeitern ergehen. „Da sie im Beruf nur wenig physischen Kontakt haben, müssen die Bauhofmitarbeiter keinen 3G-Nachweis erbringen“, erzählt der Horner Stadtamtsdirektor.

Bei der Arbeiterkammer laufen unterdessen die Telefone heiß. „Die Leute fordern, dass wir etwas unternehmen, aber bei den 3G am Arbeitsplatz handelt es sich um eine Verordnung des Ministers. Wir alle haben uns dem zu fügen“, erklärt AK-Bezirksstellenleiter Robert Fischer. Die Arbeiterkammer könne in diesem Fall nur informieren und Aufklärungsarbeit leisten.

Dabei streicht Fischer aber auch das recht komplizierte Konstrukt aus Vorschriften hervor: „Sowohl Kammer als auch ÖGB haben sich gegen 3G oder auch 2,5G am Arbeitsplatz ausgesprochen, weil sich mittlerweile wirklich kein Mensch mehr auskennt.“

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