"Ein so ein Luada": Brieftaube als Dauergast. Einer Brieftaube aus Mistelbach dürfte es bei Martin Stift, seiner Frau Daniela und den Kindern Lisa und Fabian in Röschitz besonders gut gefallen haben. Gleich zwei Mal besuchte sie die Stifts in deren Innenhof.

Von Red. Horn. Erstellt am 28. September 2020 (11:34)

Zunächst freuten sich die Stifts Ende August Über diesen ungewohnten Besuch. „Zunächst haben wir gedacht, sie sei verletzt. Nachdem sie dann aber kurz aufs Dach geflogen ist, war klar, dass das arme Tier nur erschöpft ist“, sagt Stift. 

Das Tier hatte an beiden Beinen Marken mit Nummern. Am Abend wurde nach kurzer Recherche im Internet klar, dass es sich um eine Brieftaube aus dem Bezirk Mistelbach handelt. Der Züchter teilte Stift mit, dass die Taube bei ihrem Jungfernflug aus Amstetten scheinbar in eine Schlechtwetterfront geraten war, und sie dann hoffentlich bald wieder zu Ihm nach Hause fliegen wird.

„Es schien der Taube sehr bei uns zu gefallen und nach einem neun Tage dauernden Urlaub bei uns flog sie schließlich wieder nach Mistelbach zurück, wo sie laut Angaben des Züchters unbeschadet angekommen ist“, erzählt Stift. 

Zweiter Besuch nach drei Wochen

Der Taube dürfte es bei den Stifts aber bestens gefallen haben. Etwa drei Wochen später traute Daniela Stift dann ihren Augen nicht, als sie plötzlich im Innenhof wieder die selbe Taube entdeckte. Sofort wurde der Züchter kontaktiert, bevor er herzhaft zu lachen begann, meinte er nur knapp: „Ein so ein Luada“.

Diesmal startete ihre Reise in Schärding und natürlich gab es bei ihrem erneutem Zwischenstopp in Röschitz wieder Futterkörner für die Taube. Doch bereits nach einer Nacht in Röschitz machte sich diesmal die Taube wieder auf dem Weg nach Hause. "Vielleicht sehen wir das intelligente Tier ja noch öfters bei uns in Röschitz", hoffen die Stifts.

Als Techniker fasziniere ihn vor allem das hervorragende Navigationssystem dieser Tiere, sagt Martin Stift. "Wenn man bedenkt, mit welchem großen Aufwand wir heutzutage eine große Anzahl von Satelliten für unsere Navigationssysteme ins Weltall schicken, könnten wir von so für uns scheinbar wenig intelligenten Tieren doch noch sehr viel lernen."