Garser Bürgermeister Falk: „Brauchen Ärztezentrum!“. Interesse der Mediziner ist groß, Bedarf an Fachärzten ebenfalls. Zwei mögliche Standorte in geringer Entfernung zum Zentrum schon ins Auge gefasst.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 22. Januar 2020 (03:18)
Eine Heilmasseurin und zwei Wahlärzte sind bereits im gemeindeeigenen Gebäude direkt neben dem Rathaus an der Kamptalstraße eingemietet, ein weiterer Mediziner folgt demnächst. Weil es noch mehr Interessenten gibt, will die ÖVP – im Bild Bürgermeister Martin Falk, seine Stellvertreterin Paula Uitz und Gemeindeparteiobmann Günther Wieland (von links) – ein eigenes Ärztezentrum errichten.
Rupert Kornell

„Es wird ein in naher Zukunft notwendiger Schritt sein, denn die Nachfrage seitens der Patienten ist ebenso vorhanden wie von in Gars bereits wohnhaften Ärzten, die Ordinationsräume eröffnen wollen“, sieht Bürgermeister Martin Falk Handlungsbedarf gegeben, was den Bau eines Ärztezentrums in Gars betrifft.

Es ist das vierte große Leitprojekt, das die ÖVP im Visier hat neben Mehrzweckhalle, Sicherheitszentrum und die Vorbereitung der Landesausstellung 2028. Die Projekte sind unumstritten, was sich auch in einem sachlichen Wahlkampf gezeigt habe. „Das stimmt mich zuversichtlich für die Arbeit in der nächsten Periode“, so Falk.

Bedarf an Fachärzten wird weiter steigen

Und er untermauert den Bedarf durch für die Gemeinderatswahl relevante Zahlen: „Wir haben fast 4.000 Wahlberechtigte, davon ist ein Viertel älter als 64 Jahre.“ Mit knapp 900 fast so groß ist übrigens die Gruppe der Zweitwohnsitzer, nicht einmal sechs Prozent zwischen 16 und 23, der Rest fällt in den Bereich 23 bis 63 Jahre. „Wir müssen daher rechtzeitig für die ärztliche Versorgung unserer Bürger, vor allem der älteren, Vorsorge treffen.“

Dabei ist Gars ohnehin mit drei Allgemeinmedizinern gut versorgt, zusätzlich gibt es noch etliche Fachärzte, die als Wahlärzte eine Ordination eingerichtet haben, zwei davon im ehemaligen Info-Büro des Fremdenverkehrsvereins neben dem Rathaus, ein dritter soll schon demnächst folgen.

„Wir müssen daher rechtzeitig für die ärztliche Versorgung unserer Bürger, vor allem der älteren, Vorsorge treffen.“ Bürgermeister Martin Falk

So wie die für den Bereich Gesundheit zuständige Vizebürgermeisterin Paula Uitz ist er der Meinung, dass ein solches Zentrum unumgänglich ist und habe dafür nicht nur Interessensbekundungen von vier, fünf Fachärzten, sondern auch schon zwei mögliche Standorte ins Auge gefasst: den Teil des ehemaligen Buhl-Areals, wo das Betonwerk Seidl steht, das geschlossen werden soll, oder das noch zentrumsnähere Areal der Firma Kiennast, die ihre Büroräume an die Peripherie verlagern will.

Ein erster Schritt zur Umsetzung ist schon in naher Zeit ein Gespräch mit den Ärzten, wie deren Vorstellungen und Bedürfnisse aussehen und dann in Richtung Realisierung gehen. Ein Vorbild könnte dabei die Nachbargemeinde St. Leonhard sein. „Und so etwas sollten wir doch auch in Gars schaffen können“, gibt sich Falk zuversichtlich. Und ihm ist auch klar, dass es ohne Beteiligung der Gemeinde nicht machbar ist.

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