Die Heilige Rosalia ist jetzt wieder auf ihrem Platz. „Es ist gleichsam eine Wiederbelebung der Heiligen Rosalia, die Helferin der Kranken ist ja gerade jetzt sehr aktuell“, meinte Pfarrer Josef Zemliczka, als eine Nachbildung der Heiligen auf dem Altarbild in der Kamegger Bründlkapelle wieder aufgestellt und den Spendern in einer schlichten Feierstunde, zu der Mesnerin Roswitha Schäffer die Gebete beisteuerte, Dank gesagt wurde.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 07. August 2020 (17:30)

„Die Heilige hat jetzt wieder ihren angestammten Platz zwischen den Heiligen Sebastian und Rochus“, leitete Ortsvorsteher Anton Mück die Feier ein. 60 Privatpersonen, Organisationen und Vereine haben gut 5.000 Euro aufgebracht, um das Werk zu einem guten Ende kommen zu lassen. Als Dank gab es für alle einen „Rosalia-Stein“ und die Möglichkeit, sich auf der Rückseite der Altarplatte einzutragen. 

Die Statue, eigentlich ein Halb-Relief, war beim denkwürdigen Felssturz 1996 schwer beschädigt worden, die Kameggerin Irmtraud Baminger nahm den Beginn der Corona-Krise zum Anlass, der Schutzheiligen der Kranken wieder den gebührenden Platz zukommen zu lassen. Der Thunauer Bildhauer und Restaurator Markus Gradner („Ich hoffe, dass alle, so wie ich, Freude damit haben, die Heilige zu betrachten!“) fertigte schließlich nach einem Foto einen Gipsabdruck an und schnitzte danach aus Lindenholz die Figur, die dann noch von Anna Ochsenbauer vergoldet wurde.

Kapelle überdauerte schwere Zeiten

Bürgermeister Martin Falk erinnerte daran, dass die 1650 von Graf Ferdinand Siegmund Kurz aus Horn über einer Quelle - ihr wurde Heilkraft zugeschrieben - errichtete Kapelle in jüngster Zeit nicht nur durch den Felssturz schwer beschädigt wurde, sondern auch durch das Jahrhundert-Hochwasser 2002. Seit dem Jahr 2004 erstrahlt sie nun wieder in neuem Glanz und auch der letzte Rest der Verwüstung, die Altarplatte, ist jetzt komplett. „Die Heilige Rosalia“, so Falk, „möge auch in Zukunft ihre schützenden Hände über die wunderschöne Katastralgemeinde Kamegg halten.“