Anstatt Borkenkäfer Kriegsrelikt gefunden. Im Wald in Dietmannsdorf entdeckte Gertrude Kühhas eine scharfe Splittergranate. Entminungsdienst holte diese ab.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 04. September 2019 (03:20)
Eduard Reininger
Diese Granate wurde vom Entminungsdienst geborgen.

Bei der Kontrolle des Borkenkäferbefalls in ihrem Wald in Dietmannsdorf bei Brunn an der Wild fand Gertrude Kühhas in der „Wild“ eine 50 Zentimeter lange Splittergranate. „Eigentlich war ich ja auf der Suche nach vom Borkenkäfer befallenen Bäumen“, informierte Gertrude Kühhas.

Doch was sie unter Laub, Moos und Gras fand, war etwas völlig anderes: Sie stieß auf das Kriegsrelikt aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach Rücksprache mit ihrem Mann Rudolf Kühhas verständigte die Finderin die Polizei, die den Entminungsdienst anforderten.

Entminungsdienst war dreimal im Bezirk Horn

Die Beamten des Entminungsdienstes Wiener Neustadt legten die Granate frei und konnten unter der Einhaltung der größten Sicherheitsmaßnamen die noch immer scharfe Granate schließlich bergen.

„Zweifellos handelt es sich um ein ‚Überbleibsel‘ aus dem Zweiten Weltkrieg. Funde dieser Art sind keine Seltenheit“, erklärten die Beamten und informierten: „Jährlich wird der Entminungsdienst an die 1.100 Mal zu derartigen Bergungen gerufen.“

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In der Wild fand Gertrude Kühhas (r.) eine 50 Zentimeter Splittergranate, nach Rücksprache mit Rudolf Kühhas (l.) wurde der Entminungsdienst in Wiener Neustadt angefordert.Reininger

Dieser Fund war laut Bezirkspolizeikommando Horn nicht der Einzige im August. „In Feinfeld und in Irnfritz wurden im Vormonat Kriegsrelikte entdeckt. Bei beiden wurde der Entminungsdienst angefordert, der diese Granaten abgeholt hat“, zeigt Bezirkspolizeikommandantin Birgit Geitzenauer auf.