Corona nervt Musiker: Hoffnung auf Ende der Stille. Nur sieben Spielereien hatte Musikkapelle Burgschleinitz-Kühnring 2020. Trauner bleibt Chef.

Von Red. Horn. Erstellt am 18. April 2021 (05:25)
Die Musikkapelle Burgschleinitz-Kühnring – hier auf einem Gruppenfoto, das vor der Corona-Pandemie entstand – hofft, bald wieder den regulären Probenbetrieb aufnehmen und die musikalische Stille in der Gemeinde brechen zukönnen. 
Reinhard Podolsky

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Musikkapelle Burgschleinitz-Kühnring ihre Jahreshauptversammlung nicht in gewohnter Weise durchführen. Daher wurden alle Mitglieder der Musikkapelle zu einer schriftlichen Neuwahl des Vorstandes ins Kulturhaus Manhartsberg eingeladen. Die Wahl wurde dort unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt. Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse erfolgte per E-Mail und WhatsApp.

Einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde Obmann Erich Trauner. Von den 39 wahlberechtigten Mitgliedern gaben 30 ihre Stimme ab. Ebenso wie Trauner wurden auch alle anderen Funktionäre (siehe Infobox) einstimmig gewählt. „Es freut mich, dass der Wahlvorschlag einstimmig angenommen wurde und so die gute Zusammenarbeit auch weiterhin gegeben ist“, freute sich Trauner. Mit Andreas Mühlanger als seinem Stellvertreter und Birgit Klampfer als Medienbeauftragte gibt es zwei neue Vorstandsmitglieder. Der bisherige Obmann-Stellvertreter Norbert Kolm – er ist auch Gründungsmitglied der Kapelle – zog sich aus dem Vorstand zurück. Trauner bedankte sich bei Kolm für seine Mitarbeit und Ideen, die er „zum Wohle unserer Musikkapelle in den Vorstand eingebracht“ hat. Kolm wird der Kapelle sowohl musikalisch als auch beratend erhalten bleiben.

Coronabedingt fällt die Ausrückungsbilanz 2020 mit lediglich sieben Terminen spärlich aus, meint Trauner, der auch Erfreuliches berichtet: Stabführer und Kapellmeister-Stellvertreter Johannes Döller hat im Oktober die Abschlussprüfung des Dirigentenlehrganges erfolgreich absolviert (die NÖN berichtete). Seit Herbst des Vorjahres wird auf Initiative der Musikkapelle in Zusammenarbeit mit der Musikschule Eggenburg und der Gemeinde im Kindergarten die musikalische Früherziehung angeboten. Dieses Angebot sei für die Kapelle ein wichtiges Mittel, um Nachwuchs zu gewinnen, sagt Trauner. Weiters in Planung ist derzeit eine Bläserklasse. Denn, so meint Obmann Erich Trauner: „Egal, wie alt man ist, jeder kann ein Instrument erlernen.“

Wunsch nach regulärer Probenarbeit ist groß

Eine besondere Idee, den Mitgliedern den Wahltag zu verschönern, hatten die Damen des Vorstandes. Für jedes Mitglied gab es ein „Musikprobe To Go“-Sackerl, gefüllt mit leckeren Mehlspeisen, dem „Musischnaps“ und neuen Noten zum Proben für zu Hause. Denn groß ist der Wunsch, endlich wieder mit der regulären Probenarbeit beginnen zu können. „Wann das ist, wissen wir leider noch nicht. Aber gemeinsam ist das Musizieren immer noch am Schönsten“, sagt Trauner. Denn die bisher letzte gemeinsame Probe fand am 11. Oktober des Vorjahres statt: „Seitdem ist es in unserer Gemeinde musikalisch ganz still.“