Frischer Wind fegte durchs Horner Kunsthaus. Begeisterter Applaus für den Gemischten Chor des GMV Horn bei Auftritt im Kunsthaus-Saal.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 25. Juni 2019 (10:51)

„Des Singen is a eigene Sach, der eine ist voraus, der andre hintnnach.“ Die selbst gedichtete Strophe des „Gaunerliedes“ spiegelte in keiner Phase des Abends das Konzert des gemischten Chors des Gesang- und Musikvereins unter der souveränen Leitung Lena Engelmanns wider, das er im voll besetzten Saal des Kunsthauses unter dem Motto „Sommerwind“ gab.

Ganz im Gegenteil, die knapp drei Dutzend Sängerinnen und Sänger – die Männer schlugen sich tapfer, könnten aber durchaus Verstärkung vertragen – wussten mit ihrer frischen, fröhlichen Art und mit entsprechendem Können und Vortrag das Publikum zu begeistern, das sich schließlich noch zwei Zugaben erklatschte.

Auffallend neben der sehr differenzierten Wiedergabe der Stücke, die vom 16. Jahrhundert („If ye love me“) über zwei Mozart-Terzette und drei Lieder Mendelssohn-Bartholdys sowie über Gospels und Volkslieder (sehr gelungen „Rundumadum“) bis zu „Only time“ von Enya reichten, waren die Stimmsicherheit, der Ausdruck und die Solostimmen, die aber bei Chorstellen nie herausstachen.