Mit Partner in gute Zukunft starten. Rasch wurde eine positive Lösung für die in die Insolvenz geschlitterte Kurt Lichtenegger GmbH gefunden: Im Zuge der Unternehmenssanierung tritt das Garser Handelshaus Kiennast, einer der wesentlichsten Lebensmittelgroßhändler im Osten Österreichs und leistungsfähiger Partner der Gastronomie, als Partner auf.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 17. Mai 2021 (19:47)
Wollen mit einer starken Partnerschaft die Marktstellung im Lebensmittel und Getränkegroßhandel stärken: Kurt Lichtenegger und Alexander Kiennast.
Usercontent, Rupert Kornell

Die beiden Unternehmen wollen in den kommenden Monaten eine Partnerschaft entwickeln und die Zukunft gemeinsam besiegeln.

Eigenständigkeit des Unternehmens bleibt erhalten

Die Lichtenegger GmbH bleibt weiter eine eigenständige Firma, durch die zukünftig mögliche Partnerschaft mit Kiennast würde die Marktstellung im Bereich Lebensmittelgroß- und Getränkehandel für Gastronomie, Hotellerie und Systemgastronomie weiter ausgebaut.

„Wir freuen uns, weitere Schritte mit der Firma Lichtenegger zu gehen“, meint Firmenchef Alexander Kiennast. „Beide Betriebe sind als Familienunternehmen stark in der Region verankert. Wir sind überzeugt, mit dieser möglichen Partnerschaft unseren Kunden der optimale Partner für Lebensmittel und Getränke zu sein.“ Und Kurt Lichtenegger ergänzt: „Synergiepotenziale freizusetzen war uns schon immer ein wichtiges Anliegen. Eine strategische Partnerschaft mit dem Handelshaus Kiennast würde uns dies auf hohem Niveau leben lassen.“

Insolvenzgrund: Corona sorgte für starke Umsatzrückgänge

Massive Umsatzeinbrüche während des durch Corona bedingten Lockdowns und den damit verbundenen Schließungen des Gastronomiebereichs hätten laut Kreditschutzverband 1870 zur Insolvenz der Kurt Lichtenegger GmbH geführt.

Die in Eggenburg ansässige Firma führt einen Groß- und Einzelhandel mit Getränken (Wein, Bier, Spirituosen und alkoholfreie Getränke) und vermietet Festinventar wie mobile Schanktechnik, Stehtische, Heurigengarnituren und Kühlwägen. Angeschlossen ist auch ein Buffetbetrieb. Der Getränkedienstleister ist als kompetenter, serviceorientierter Händler bekannt und Partner für viele Veranstaltungen und Feste in der gesamten Region.

Die Passiva betragen laut KSV rund 2,2 Millionen Euro, diesen stehen Aktiva von etwa 337.000 Euro gegenüber. Betroffen sind knapp zwei Dutzend Mitarbeiter und rund 70 Gläubiger, Anmeldefrist ist der 28. Juni, als Masseverwalter fungiert Rechtsanwalt Wolfgang Mayerhofer aus Waidhofen/Thaya.