Dollfuß-Tafel im Museum. Gute Lösung | Umstrittenes Objekt fand im Krahuletzmuseum einen passenden Platz.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Martin Kalchhauser
Josef Daniel, bis vor kurzem Meiseldorfer Bürgermeister, überließ das Stein-Schild »Dr. Engelbert Dollfuß-Platz« aus Kattau dem Krahuletzmuseum Eggenburg als Dauerleihgabe. Der Obmann der Krahuletzgesellschaft, Gerhard Dafert, freut sich, dass es sich gleich in die aktuelle Ausstellung »Jubel, Blut und Elend« über das Jahr 1934 einbauen ließ. Foto: Martin Kalchhauser
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass der Meiseldorfer Bürgermeister Josef Daniel die Tafel mit der Aufschrift „Dr. Engelbert Dollfuß-Platz“ vom Feuerwehrhaus seines Heimatortes Kattau abnehmen ließ (die NÖN hatte exklusiv berichtet). Sie hat jetzt im Krahuletzmuseum einen passenden Platz gefunden.

„Objekt passt ideal zu unserer aktuellen Ausstellung“

„Zum Gedenken an den 25. Juli 1934, an dem Österreichs Bundeskanzler den Heldentod für die Freiheit unseres Vaterlandes starb. Die heimattreue Gemeinde Kattau“, steht hier in Stein gemeißelt zu lesen. „Das Objekt passt ideal zu unserer aktuellen Ausstellung. Wir haben sie gleich eingebaut“, freut sich der Obmann der Krahuletzgesellschaft, Gerhard Dafert, über die Dauerleihgabe der Gemeinde Meiseldorf.

Die Ausstellung solle nicht nur an die Geschehnisse im österreichischen Bürgerkriegsjahr 1934 erinnern, sondern sei auch eine Mahnung. Detail am Rande: Im Museum wurde an der Wand oberhalb der Steintafel sogar das noch immer bestehende Loch im Verputz des FF-Hauses nachgemacht.

Auch Daniel freut sich über die gefundene Lösung für die Tafel: „Nach Wirbel vor rund einem Jahr ist jetzt alles vorbei und wieder Ruhe eingekehrt.“