Projekt „Circusluft“ feierte 20-Jahr-Jubiläum. Seit 1999 schnupperten mehr als 6.000 Kinder in Drosendorf in die große Zirkuswelt.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 05. August 2019 (09:13)

Kleine Artisten und viele Attraktionen – „Circusluft Drosendorf“ macht seit 20 Jahren Ferien zum Erlebnis. Initiator, „Zirkusdirektor“ und „Alt-Bürgermeister in Unruhe“ Franz Krestan fasste vor zwei Jahrzehnten den Entschluss, einen Zirkus zu kaufen. „Als der Gemeinderat 1999 den Kauf eines Zirkus zustimmte, wurde dies von vielen als Spinnerei des Bürgermeisters abgetan“, meinte Krestans Nachfolger als Bürgermeister, Josef Spiegl, im Rahmen einer Galavorstellung zum Jubiläum.

Allen Einwänden zum Trotz wurde der komplette Zirkus mit Zelt und Wagen, so wie er heute dasteht, in Deutschland erworben. Skeptiker gaben dem Projekt damals eine „Lebenserwartung“ von maximal zehn Jahren, dann zeigte sich aber, dass „Totgesagte“ oftmals länger Leben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Anrainern hat sich das Zirkusprojekt aber prächtig entwickelt.

Nahmen in den Anfangsjahren jährlich nur 90 Kinder an den Workshops teil, so sind es heute an die 300 Jugendliche. „Insgesamt waren er in den 20 Jahren 6.000 Kinder“, bilanzierte Krestan über den Zirkus, der im Lauf der Zeit auch ein beliebtes Ziel für Schullandwochen wurde. So besuchten bis heute 117 Schulklassen Drosendorf und schnupperten Zirkusluft.

Spaß steht an erster Stelle

Geeignet sind diese Kurse für Kinder ab acht Jahren. Da viele Kinder aber immer wieder die Circusluft schnuppern wollen, gibt es auch Angebote für Fortgeschrittene ab 10 und ab 12 Jahren. Von Montag bis Freitag tauchen die Kinder in die Zirkuswelt ein und übernachten sogar in Zirkuswägen. Barbara Rosenberger, die für das Programm der Gala verantwortlich zeichnete, meinte: „In der großen Vielfalt der Zirkuskünste findet jedes Kind sein Talent. Weil der Spaß im Vordergrund steht können die Kinder ohne Leistungsdruck neue Kunststücke ausprobieren und dabei ihre Grob- und Feinmotorik trainieren.“

Bei der Gestaltung der Nummern für die abschließende Zirkusgala wird die Fantasie und Kreativität der Kinder gefördert. Damit alles funktionierte, gab es natürlich Helfer. Gedankt wurde dann nicht nur dem laut Spiegl „besten Zirkusdirektor Europas“, Franz Krestan, sondern auch Rosenberger und der früheren Betreuerin Franziska Batek.

Auch das Organisationteam mit Sonja Kauer, Sonja Dundler und Renate Tinkel wurde mit großem Beifall bedacht. Ob Jonglieren, Einrad fahren oder am Trapez schwingen, in Drosendorf können Kinder alles lernen, was richtige Zirkusartisten können müssen und das präsentieren die Jungen Nachwuchs Artisten in einer großartigen Vorstellung.