Verein hilft aktiv Katzen in Not. „Kastration Vierbeiner“ hat die Streuner im Fokus: Spenden, zuletzt dank des Flohmarkts, decken Futter und Tierarztkosten.

Von Lisa Köchl. Erstellt am 08. August 2020 (05:55)
Einige Mitglieder des Vereins und helfende Hände am Flohmarkt: Eva Höbart, Elfriede Meier, Gabriele Trinkl, Melanie Scheidl mit Alexander Mold, Obfrau Christine Hohlbaum, Ilse Nöhammer, Ilse Zotter, Vizebürgermeisterin Hilde Juricka, Evelyn Müller (2. Reihe), Peter Höbart, Angela Meikl, Michael Brunner und Ilse Brunner (1. Reihe).
Lisa Köchl

Der private Verein „Kastration Streunerkatzen“ besteht aus ungefähr 20 Tierliebhabern, die aktiv die unkontrollierte Vermehrung der Vierbeiner eindämmen will.

Die aktiven Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und ohne öffentliche Mittel oder Förderungen. Mitgliedsbeiträge, Spenden und der Reinerlös von Veranstaltungen (wie beispielsweise Flohmärkte) decken die Tierarztkosten, die etwa bei der Behandlung kranker Tiere und der Kastration von Katzen entstehen. Ein Umstand zeigt deutlich, wie wichtig die Aufgabe ist.

Die Website des Vereins musste mittlerweile aufgrund von unzähligen, endlosen Kontaktanfragen und Mitteilungen von Privatpersonen aus ganz Österreich gelöscht werden. Immer und immer wieder werden Streunerkatzen aufgespürt, die scheinbar keinen Besitzer haben und schließlich auf der Straße landen.

Der Drosendorfer Verein kümmert sich vor allem um ausgesetzte Vierbeiner in der näheren Umgebung. Ganz besonders häufig werden freilaufende Katzen in der Nähe der Drosendorfer Stadtmauer gesichtet.

Die Tierfreunde haben ein gemeinsames Ziel: die Pflege und Kastration von streunenden, meist ausgesetzten Katzen, um schließlich den ewigen Kreislauf und die unkontrollierte Vermehrung dieser Lebewesen ein Stück weit zu stoppen.

Tötung strafbar, aber Kastration ist Pflicht

Katzenjungen werden im schlimmsten Fall sogar getötet, erzählen die Mitglieder. Dass dies eigentlich strafbar ist, scheine dem einen oder anderen klar zu sein. Dass Katzen laut Tierschutzgesetz kastriert werden müssen, gehe an vielen spurlos vorüber (davon ausgenommen sind reine Wohnungskatzen oder jene, die zur Zucht verwendet werden). Der Verein könne nicht nachvollziehen, dass dies missachtet werde.

Er veranstaltete zuletzt wieder einen Flohmarkt, wo sich viele Gäste – wie Vizebürgermeisterin Hilde Juricka – im Schlosshof tummelten. Der Erlös kommt zu 100 Prozent den Katzen zugute und dient zum Großteil für Futter und Tierarzt-Kosten.