Wegen Corona-Pandemie: Neuer Warteraum für Arztpraxis. Ärztin Ulrike Kirchweger, die Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf und die Waldviertler Siedlungsgenossenschaft (WAV) suchten gemeinsam nach Lösung.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 29. Oktober 2020 (10:39)
Froh über die neue Wartezimmer-Lösung in Drosendorf: WAV-Obmann-Stellvertreter Hubert Mayrhofer, Bürgermeister Josef Spiegl, Ärztin Ulrike Kirchweger und Manuela Hupa.
Thomas Weikertschläger

Auf die Einhaltung der Abstände in Coronazeiten wird natürlich besonders in Wartezimmern von Arzt-Ordinationen derzeit Wert gelegt. Ein Umstand, der in der Ordination von Ulrike Kirchweger in Drosendorf zuletzt dafür gesorgt hat, dass der Warteraum zu klein wurde. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde und der Waldviertler Siedlungsgenossenschaft (WAV) wurde dafür aber nun eine positive Lösung gefunden.

„Wir wollten nicht, dass Patienten in der Kälte auf ihren Termin warten müssen“, erklärt Bürgermeister Josef Spiegl. Zunächst sei angedacht worden, den gegenüber der Ordination am Hauptplatz gelegenen Pavillon als Warteraum zu benutzen. Da hätten die Patienten aber nicht nur eine einen weiten Weg inklusive Straßenüberquerung in die Ordi gehabt, auch das Aufrufen der Patienten wäre schwierig gewesen. Daher entschied man sich, von der WAV die beiden Räume der ehemaligen „Ordination 2“ gegenüber der Ordi von Kirchweger anzumieten. Und das zu „sehr günstigen Konditionen“, wie WAV-Obmann-Stellvertreter Hubert Mayrhofer sagt.

Wartezimmer ab 2. November geöffnet

Eigentlich würden die Kosten für die Miete 400 Euro betragen, die Gemeinde übernimmt jetzt 150 Euro davon, sagt Spiegl. Positiv für die WAV sei, dass die Räume nicht leer stehen und geheizt werden – übrigens mit Fernwärme aus Drosendorf. Für die WAV sei das Entgegenkommen gegenüber den Patienten ein Zeichen der Solidarität in Krisenzeiten, so Mayrhofer.

Zur Verfügung steht der neue Warteraum ab Montag, 2. November. Über eine Gegensprechanlage werden die Patienten in die Ordination gerufen, sagt Kirchweger.

Im Haus, das von der WAV unter Einhaltung des Ensembleschutzes am Hauptplatz saniert worden war, sind übrigens noch Wohnungen frei, sie sind zu mieten und bei Interesse auch zu kaufen. Für Spiegl wären mehr Bewohner im Haus eine weitere Belebung des Hauptplatzes – mit Apotheke, Arzt und Geschäften in unmittelbarer Nähe.