Zukunfts-Projekt: Endlich Tempo für Glasfaser

Erstellt am 26. Februar 2022 | 05:19
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Josef Spiegl führte die Angelobung von Robert Feldmann (von links) im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 17. Februar durch.
Foto: Thomas Weikertschläger
Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf will mit kabelplus jetzt flächendeckende Versorgung schaffen.
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Mit geschrumpfter Besetzung – fünf der 19 Mandatare fehlten entschuldigt – führte der Gemeinderat von Drosendorf-Zissersdorf seine erste Sitzung im Jahr 2022 durch. Der Glasfaserausbau und ein möglicher Kauf des Lagerhaus-Areals waren dabei die wichtigsten Punkte.

Hinsichtlich Glasfaser-Ausbau – der Punkt war erst über einen Dringlichkeitsantrag von Stadtrat Fritz Stark auf die Tagesordnung gekommen – berichtete Bürgermeister Josef Spiegl (ÖVP), dass man nach jahrelanger Suche und mühsamen Verhandlungen jetzt mit der EVN-Tochter kabelplus endlich einen Partner gefunden habe, mit dem man den flächendeckenden Glasfaser-Ausbau in der Gemeinde durchziehen wolle.

„Wir haben die ersten Leerverrohrungen 2013 eingegraben. Es wird jetzt endlich Zeit. Da waren die Vertreter von kabelplus die Vernünftigsten und haben ein Konzept für das gesamte Gemeindegebiet vorgelegt“, sagte Spiegl. Teil des Planes sei es, die vier Ortschaften, in denen die Leerverrohrung bereits verlegt ist – Autendorf, Zettlitz, Heinrichsreith und Oberthürnau – noch heuer ans Glasfasernetz anzuschließen und für den Rest der Gemeinden einen genauen Plan zu erstellen, wann die Arbeiten heuer durchgeführt werden. Nur in Drosendorf selbst werden die Arbeiten dann erst im Zuge der Kanalsanierung gleich miterledigt, stellte Spiegl klar. Stadtrat Michael Weber (ÖVP) animierte seine Kollegen, bei der Bevölkerung Werbung für Glasfaser zu machen: „Es liegt jetzt auch an unserem Einsatz, der Bevölkerung die Wichtigkeit des Projektes zu erklären.“

Als nächster Schritt soll es jetzt in den Ortschaften Info-Veranstaltungen geben und ein Koordinator für das Projekt gesucht werden.

Hinsichtlich eines möglichen Kaufs des Lagerhaus-Areals durch die Stadtgemeinde informiert Spiegl, dass das Lagerhaus das Areal verkaufen wolle und „wir es uns zumindest anschauen sollten, ob wir hier etwas entwickeln wollen“. Angedacht ist, dass es demnächst eine Besichtigung durch einige Mitglieder des Gemeinderates geben soll. Dann könne man darüber sprechen, welche Verwendungsmöglichkeiten es für die Gemeinde geben könnte. Als einziger Mandatar brachte Sigi Maier (FPÖ) Einwände vor. Er sehe das für den Kauf notwendige Geld lieber in das Freibad investiert: „Wenn wir das Lagerhaus-Areal kaufen, heißt es dann wieder, dass für das Bad kein Geld da ist.“ Bei der Abstimmung stimmte er dann aber doch dafür, sich das Projekt zumindest anzusehen.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde eine Förderung über 200 Euro für den im Vorjahr gegründeten Reitverein Thayatal aus Autendorf sowie eine Mietreduktion aufgrund fehlender Einnahmen wegen der Coronakrise für den Musikverein Zissersdorf.

Angelobt wurde im Rahmen der Sitzung auch ÖVP-Gemeindeparteiobmann Robert Feldmann als neuer Gemeinderat. Wie die NÖN bereits im Vorfeld berichtete, übernimmt Feldmann das Mandat von Ludwig Schneider, der sich nach 15 Jahren aus dem Gemeinderat zurückgezogen hatte. Einstimmig wurde Feldmann dann auch gleich in den Mittelschulausschuss gewählt – übrigens in geheimer schriftlicher Wahl.

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