Eggenburg: „Die Post muss bleiben". „Wir wollen das nicht einfach hinnehmen" - unter dieser Devise demonstrierten rund 150 Personen am Freitag Nachmittag (21. Februar) vor dem „Grätzl" in Eggenburg gegen die von der Post AG geplante Schließung des Eggenburger Postamts.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 21. Februar 2020 (19:22)

Unter den Demonstranten waren nicht nur zahlreiche Eggenburger Gemeindemandatare von ÖVP und SPÖ, sondern auch Vertreter der umliegenden Gemeinden wie der Meiseldorfer Bürgermeister Niko Reisel, Ex-Bürgermeister Willibald Jordan oder Seniorenbund-Obmann Rudolf Weiser.

Bürgermeister Georg Gilli verlas jene Resolution, die der Eggenburger Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen hatte. In dieser Resolution, die an die Post AG, , Bundesministerin Leonore Gewessler und den Nationalrat ergeht, wird die Post AG aufgefordert, die geplante Schließung des Eggenburger Postamts zurück zu nehmen und stattdessen mit der Stadtgemeinde Eggenburg Gespräche zur Modernisierung des Postbetriebs in Eggenburg aufzunehmen.

Von Ministerin Gewessler und dem Nationalrat fordern die Eggenburger Gemeinde-Mandatare unter anderen ein „absichtliches Abwirtschaften von Standorten zu unterbinden" und betroffene Gemeinden frühzeitig zu informieren, wenn "eine Post-Geschäftsstelle nicht kostendeckend geführt werden kann, damit zeitgerecht mit der Gemeinde gemeinsam Maßnahmen geplant und ergriffen werden können".

Der Ball liegt jetzt übrigens bei der Regulierungsbehörde, die von der Post AG angemeldete Schließung der Postämter in Eggenburg, Weitra und Schrems prüft. Laut Bürgermeister Georg Gilli werde man in den nächsten Tagen auch Kontakte zu Weitra und Schrems knüpfen, um ein weiteres gemeinsames Vorgehen gegen die geplanten Schließungen zu koordinieren.