Filmmusik in der Klosterkirche. Daniel & Stefan Gottfried brillierten in der Eggenburger Klosterkirche.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 27. Oktober 2020 (11:26)
Daniel und Stefan Gottfried (von links) gastierten mit „Debussy und Ravel“ eindrucksvoll als Duo Orgel & Jazz-Saxofon in der Klosterkirche.
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Im Duo Orgel & Jazz-Saxofon präsentierten Daniel und Stefan Gottfried in drei facettenreichen Programmen an drei Orten – Pulkau, Raabs und zum Abschluss in der Klosterkirche in Eggenburg – mit „Debussy und Ravel ins Kino-Teil II.“ Die Fortsetzung des letzten gemeinsamen Konzertes der beiden Ausnahmemusiker in der Eggenburger Klosterkirche bot noch eine Steigerung an Fantasie, Klangfarbe, Emotionen und Virtuosität.

Dem Publikum begegneten Prinzessinnen, passionierte Cineasten und vermeintliche Piloten. Getreu dem Motto des Konzertabends interpretierten die Brüder Musik, die sie schlichtweg lieben, aber auf unterschiedliche Weise leben und erleben. Das Programm bot Werke der französischen Impressionisten Claude Debussy und Maurice Ravel in ihren eigenen Arrangements für Orgel und Saxofon bis hin zur Musik ihrer Lieblingsfilme, zeitloser Melodien der großen Filmkomponisten Ennio Morricone, Matt Dennis, Gabriel Fauré, Barry Cockcroft und John Williams.

In den fantasieanregenden Werken loteten Daniel und Stefan Gottfried die spannenden Kombinationen, die Orgel und Jazz-Saxofon bieten, aus. Sie zeigten auf, wie sich verschiedene musikalische Ansätze gegenseitig bereichern können und nahmen dabei das Publikum mit auf eine spannende Reise.

Seit Herbst 2015 ist Daniel Gottfried Mitglied des Organisten-Teams der Jesuitenkirche in Wien. Seit September 2018 unterrichtet er an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden mehrmals mit Förderstipendien ausgezeichnet. Auf der 1937 von dem Wiener Orgelbauer Johann M. Kauffmann erbauten Orgel verfügt die „Königin der Instrumente“ in der Klosterkirche über 18 Register auf zwei Manualen und Pedalen, die Daniel Gottfried in Begleitung durch Stefan Gottfried zum Erschallen brachte.