Metalldiebstahl bei Straßenmeisterei. Waldviertler stahl Leitschienenpuffer und Steher aus Aluminium: Dafür setzte es Strafarbeit.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 17. November 2019 (06:00)
Symbolbild
APA

„Ich habe das Haus meiner Großeltern übernommen und dafür deren Pflegekosten übernommen. Das Haus war aber sehr marode und die anfallenden Sanierungskosten sprengten meine finanziellen Möglichkeiten. Dann ist mir alles über den Kopf gewachsen“, schilderte ein 33-jähriger Handwerker aus dem Bezirk Horn vor Gericht in Krems.

Bei der Entsorgung von Gerümpel im Haus sei er bei der Straßenmeisterei in Eggenburg vorbei gefahren, und er habe auf dem Areal das wertvolle Aluminium in Form von Leitschienenpuffern und Leitschienenstehern bemerkt. Da sei er auf die verhängnisvolle Idee gekommen, seine finanziellen Engpässe mit Metalldiebstählen zu überbrücken, bekannte der Waldviertler, und er gab zu, acht Mal bei der Straßenmeisterei eingedrungen zu sein und Aluminium im Wert von rund 1.000 Euro gestohlen zu haben.

„Ich werde den Schaden bezahlen. Es tut mir sehr leid“, beteuerte der Handwerker.

Der bislang unbescholtene und reumütige Handwerker kam mit einer diversionellen Maßnahme noch einmal glimpflich davon: Er muss 1.000 Euro Schadenersatz leisten und 120 Stunden gemeinnützige Arbeit erbringen, dann wird das Strafverfahren wegen Einbruchdiebstahls gegen ihn eingestellt.