Nostalgiewelt: Es geht weiter. Nostalgiewelt-Obmann Rudolf Hauer hofft auf Fortbestand des beliebten Hauses. Saison 2020 ist trotz Umbauarbeiten gesichert – auch Neues wird geboten.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 11. März 2020 (05:45)
Das Gebäude der Nostalgiewelt wird derzeit innen saniert. Der Saisonstart verschiebt sich daher gegen Ende März.
Thomas Weikertschläger

Derzeit geistern Gerüchte durch Eggenburg, dass die Nostalgiewelt – eines der beliebtesten Museen der Region – seine Pforten schließen muss. „Stimmt nicht“, entgegnet Rudolf Hauer, Obmann der Nostalgiewelt. Es stimme zwar, dass die Zukunft des Hauses, in dem die Sammlung RRRollipop und das Kinoptikum untergebracht sind, in Schwebe stehe, die aktuelle Saison sei aber gesichert.

Rudolf Hauer, Obmann der Nostalgiewelt Eggenburg.
MK

Derzeit wird das Gebäude, das im Besitz der Raiffeisenbank steht und in dem früher das Kaufhaus der Familie Gamerith untergebracht war, saniert. „Es ist innen sehr feucht, derzeit laufen die Arbeiten“, berichtete Hauser, der dem Verein seit 2015 als Obmann vorsteht. Man habe das Haus sogar extra stärker beheizt, um das Trocknen zu beschleunigen. Ein genauer Termin des Saisonstarts (die Nostalgiewelt ist seit November wie gewohnt geschlossen) sei aber noch nicht fixiert. Laut Hauer ist ein Saisonstart aber noch Ende März im Bereich des Möglichen. Außerdem: „Wir haben für heuer auch neue Sachen zu bieten. Ein Besuch bei uns lohnt sich also allemal“, sagte er.

So wurde etwa das Autokino in die Halle verlegt, neue Fahrzeuge für die Ausstellung angeschafft oder auch eine Sonderausstellung zum Thema „Klöppeln“ fixiert. „Außerdem haben wir schon zahlreiche Anfragen von Gruppen für die Sommermonate“, blickt Hauer optimistisch in die Zukunft der Nostalgiewelt, in der „das Herz der 50er- und 60er-Jahre schlägt“. Jährlich besuchen zwischen 20.000 und 24.000 Besucher die Nostalgiewelt, die 2008 eröffnet wurde. Zuletzt war das Haus auch bereits drei Mal in Folge im Rahmen der „Lange Nacht der Museen“ das bestbesuchte Museum des Landes Niederösterreich. Im Vorjahr hängte man mit 903 Gästen in dieser Nacht etwa Häuser wie die Landesgalerie NÖ (715) und das Karikaturmuseum Krems (609) deutlich ab.

Langfristige Zukunft ist noch ungeklärt

Langfristig müsse man akzeptieren, dass es mehrere Möglichkeiten für das Museum, in dem etwa auch der Original-Kottan-Kaffeeautomat zu sehen ist, gebe. Neben einem Verbleib am aktuellen Standort stehen auch weitere Alternativen zur Diskussion: „Wir müssen überlegen: Geht es wo anders weiter oder hören wir auf?“, sagte Hauer. Die Entscheidung darüber müsse aber der Verein treffen.