Rudolf Pertermann: Viele Spuren gefunden. Unzählige Werke künden vom emsigen Schaffen des 1991 verstorbenen Eggenburger Künstlers.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 30. Oktober 2016 (05:13)
Martin Kalchhauser
Den Eggenburger Aktivisten Richard Küttner (links), Burghard Hausleithner, Andreas Zeugswetter und Kurt Linsbauer (von rechts) ist es zu verdanken, dass das Werk Rudolf Pertermanns unvergessen bleibt. Mit im Bild sind die Moderatorin des Abends, Elisabeth Stangl, Witwe Emmy Pertermann und deren Helferin Margit Koch (v.l.) vor dem Pertermann-Wandgemälde im Gasthaus Seher.Kalchhauser

Als „netten Herren im weißen Mantel“ haben viele den Künstler Rudolf Pertermann (1918 – 1991) in Erinnerung, der in Eggenburg wirkte.

Dass sein umfangreiches Werk (unzählige Bilder, aber auch Wandmalereien, Mosaike und Sgraffiti (etwa auf Lagerhaus-Silos) nicht vergessen wird, ist einem Eggenburger Quartett zu verdanken: Reinhard Küttner, Kurt Linsbauer und Andreas Zeugswetter ergriffen die Initiative zu einer Bestandsaufnahme des Schaffens, Burghard Hausleithner übernahm die fotografische Dokumentation vieler Werke, für die er über 2.000 Kilometer in der Region unterwegs war.

Bei einem Abend im Zeichen Pertermanns ließ Moderatorin Elisabeth Stangl im Zuge der „längst fälligen Hommage“ die Beteiligten in persönlichen Statements zu Wort kommen. Zeugwetter erinnerte sich an Begegnungen zurück, Linsbauer rief mit einer Vielzahl von Bildern aus dem Nachlass des Künstlers dessen Wirken in Erinnerung und wusste Details wie die „geheime“ Hochzeit 1964 mit seiner Gattin Emmy (sie war bei der Veranstaltung anwesend), der Flitterwochen in Lackenhof folgten.

Beeinträchtigt wurde die interessante Veranstaltung, die Eva und Franz Binder musikalisch umrahmten, weil der Saal im Gasthaus „Zum Seher“ aus allen Nähten platzte. Jene vielen Gäste, die draußen (im Vorraum und zwei Nebenräumen) bleiben mussten, hatten kaum einen Blick auf die präsentierten Bilder, akustisch war wegen einer fehlenden Tonanlage kaum etwas zu verstehen. Schade!

Zitiert:

„Er war ein Katzenliebhaber, Weltreisender und ein Genussmensch.“

Moderatorin Elisabeth Stangl

„Die Umsetzung dieses Projekts war nur möglich, weil es so Wahnsinnige wie den Richard Küttner, den Kurt ,Iso’ Linsbauer und den Burghard Hausleithner gibt – und ein bisserl wahnsinnig bin ich auch.“

Andreas Zeugswetter

„Blödheit frisst, Intelligenz säuft.“

Kurt Linsbauer erinnert sich an einen der prägenden Aussprüche Rudolf Pertermanns

„Das Sterben ist kein schöner Tod, den hebt man sich bis zum Schluss auf.“

Rudolf Pertermann (zitiert von Kurt Linsbauer)