Über 600 Jahre Handwerk im Krahuletz-Museum. Krahuletz-Museum Eggenburg stellte spannende Projekte vor und zeigt Geschichte der Zünfte.

Von Petra Hauk. Erstellt am 12. April 2019 (05:58)
Die Krahuletzgesellschaft geht 2019 mit viel Schwung und neuen Projekten an. Am Bild: Kassier Martin Schober, Josef Kirbes, Museumschef Johannes Tuzar, Gemeinderätin Margit Koch, Obmann-Stellvertreterin Susanna Oppeck, Obmann Gerhard Dafert, Kuratorin Susanne Stökl und Kassier-Stellvertreter Konrad Bruckner.
Petra Hauk

Neue, spannende Projekte stellte die Krahuletzgesellschaft bei ihrer Generalversammlung vor. „Wir haben jetzt viel Neues vor“, sagte Obmann Gerhard Dafert. So präsentierte das Museumsteam unter der Leitung von Johannes Tuzar und kuratiert von Susanne Stökl eine Sonderschau zum Thema „Handwerk und Zünfte“.

Im Rahmen der volkskundlichen Ausstellungsreihe „Neues und noch nie Gesehenes“ aus dem Krahuletz-Museum schaut das Krahuletz-Team weit in die Vergangenheit auf die Anfänge der Zünfte. Dabei werden Fragen wie „Wann sind sie entstanden?“, „Wie hat man sich damals organisiert und wie den schwierigen Lebensumständen getrotzt?“ beantwortet.

Der Schwerpunkt dieser Ausstellung liege auf dem Raum Eggenburg und Niederösterreich, sagte Dafert, „wir wollen die Besucher auf die Spuren der lokalen Handwerker führen. Von den sogenannten Eggenburger Berggenossen des 13. Jahrhunderts bis zu Akkord backenden Bäckern am Eggenburger Hauptplatz zeigen wir mit vielen Stücken, was Handwerk vor 600 Jahren bedeutete.“

Reihe über Weltkrieg wird abgeschlossen

Aber auch die Zeitgeschichte kommt 2019 nicht zu kurz, führte Gerhard Dafert weiter aus. Mit der Sonderschau „Not/Geld = Notgeld in den Anfangsjahren der 1. Republik“ gehe man genau 100 Jahre zurück und schließe dabei auch die Ausstellungsreihe, mit der das Museum seit 2014 die Ereignisse des 1.

Weltkrieges begleitend darstellt, ab. Diese Sammlung, eine der größten in Österreich übrigens, zeigt die Vielfalt des österreichischen Notgelds, ungewöhnliche Druckverfahren und Materialien oder sogar „Scherzausgaben“. Das tägliche Elend soll in dieser Schau spürbar werden, gleichzeitig sollen die Besucher vieles über die großen politischen Entscheidungen dieser schwierigen Zeit erfahren.

Schätze aus dem Depot des KrahuletzMuseums präsentiert Obmann Gerhard Dafert heuer unter dem Motto „Neues und noch nie Gesehenes“.
NOEN

Besonders freut man sich in der Krahuletzgesellschaft über den gelungenen neuen Internetauftritt unter der gewohnten Adresse. Obmann Dafert erzählt: „Wir sind stolz, dass die neue Website des Krahuletzmuseums nun barrierefrei ist, das heißt für ältere oder behinderte Menschen leichter zugänglich ist.“

So kann man sich bei Bedarf etwas vorlesen lassen, die Schrift lässt sich anpassen und es gibt einen Kidscorner, in dem Spiele wie Memory zu finden sind, auch ein Quiz gibt es auf der neuen Website. Die Sonderausstellung wird am 27. April eröffnet und läuft bis 31. Dezember.

In seinem kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2018 strich Dafert hervor, dass die Gesellschaft nicht nur zahlreiche neue Mitglieder gewonnen, sondern sich auch finanziell konsolidiert habe.