Wirtshaus-Gerangel endet mit Freisprüchen. Handfester Streit um Schnitzel-Beilage zwischen Kunden und Gastwirt endete mit Verletzungen und Strafprozess: Beide gingen frei!

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. Januar 2020 (12:12)
shutterstock.com/Freedom Studio

Lautstark tat ein 47-jähriger Gast seinen Unmut kund, als ihm zum bestellten Schnitzel als Beilage statt eines Erdäpfelsalates, ein Krautsalat serviert wurde. Das wiederum verärgerte den Lokalbetreiber (30) in Eggenburg und eine hitzige Debatte zwischen dem unzufriedenen Kunden und Gastwirten entbrannte.

Das Verbalgefecht eskalierte in ein handfestes Gerangel mit Sturz der beiden Kontrahenten, bei dem letztlich der Gast mit einer Schädelprellung und einem gebrochenen Schultergelenk auf der Strecke geblieben ist. Der Wirt kam mit leichten Blessuren (Cut am Augenlid) davon.

Die Streithähne landeten vor Gericht, wo sie sich gegenseitig die Schuld zuschoben. Keiner wollte der Aggressor gewesen sein und beide beteuerten ihre Unschuld. Wie es sich wirklich abgespielt hat, konnten oder wollten die Zeugen nicht sagen. Feststand letztlich nur, dass die beiden Streithähne in Umklammerung unglücklich zu Sturz gekommen sind, und sie sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit die Verletzungen zugezogen haben. Die Richterin sprach beide Beschuldigten frei.

Der damals schwer verletzte Gast muss seine Forderungen - 5.000 Schmerzensgeld - auf dem Zivilrechtsweg einklagen.