Handball-Ass Hutecek: "Unglaublich, was hier abgeht". Österreich steht bei der Handball-Europameisterschaft nach drei Siegen aus drei Spielen in der Hauptrunde. Mittendrin ist der Eggenburger Lukas Hutecek, der beim alles entscheidenden Sieg über Nordmazedonien seine ersten Treffer im Nationalteam erzielte.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 15. Januar 2020 (09:58)
Jubel bei Österreichs Handball-Nationalteam. Mit dabei ist auch der Eggenburger Lukas Hutecek (3.v.r.).
ÖHB Media/Uros Hocevar

Was für eine bombastische Stimmung in der Wiener Stadthalle! So eben hatte Österreich Nordmazedonien mit 32:28 bezwungen und somit nach den Spielen gegen Tschechien und Ukraine den dritten Sieg im dritten Europameisterschafts-Spiel eingefahren. Das Ticket für die Hauptrunde war endgültig gelöst ( hier geht's zum Spielbericht vom Match gegen Nordmazedonien ).

Auch das Waldviertel leistete seinen Beitrag. Und zwar in Form des 19-jährigen Eggenburgers Lukas Hutecek, der seine ersten beiden Treffer im Trikot des A-Nationalteams erzielte. Der Fivers Margareten-Spieler ist vom Hype um das Team angetan: "Unglaublich, was hier abgeht. Wir gewinnen alle drei Spiele in der Gruppe  - damit hätten nur die wenigsten gerechnet!"

Jetzt warten echte Kapazunder

Nun steht Österreich unter den Top 12-Nationen Europas, nimmt zwei Punkte in die Zwischenrunde mit. Dort warten nun echte Kapazunder: Kroatien (Donnerstag), Spanien (Samstag), Deutschland (Montag) und Weißrussland (Mittwoch). Die Top-2 dieser Gruppe steigen ins Halbfinale, das in Schweden ausgetragen wird, auf.

"Wir denken von Spiel zu Spiel, wollen jedes gewinnen. Mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich", unterstreicht Hutecek die endlos scheinende Euphorie.

Erste Tore im Team gaben "cooles Gefühl"

Wie er sich selbst fühlte, bei seinen ersten Toren im Nationalteam? "Natürlich ist für mich ein unglaublich cooles Gefühl bei so einem wichtigen Spiel meine ersten Tore für die Nationalmannschaft zu erzielen. Es macht einfach richtig viel Spaß, ein Teil von dieser großartigen Mannschaft zu sein."

Auf der Tribüne fieberten auch seine Eltern mit. Papa Alexander Hutecek wird, egal wo er hinkommt, immer auf den erfolgreichen Junior angesprochen. "Ganz Eggenburg ist im Handball-Fieber." Was ihn ebenso freut wie die österreichischen Erfolge ist die Lockerheit seines Sohnes, im Kreis der "Großen". "Er wurde super aufgenommen, zeigt überhaupt keine Nervosität."

Die Huteceks sind natürlich bei jedem Spiel live in der Halle. "Wenn sie es ins Halbfinale nach Schweden schaffen, dann wird's mit den Karten wohl etwas schwer", scherzt Alexander Hutecek. Wobei: Möglich ist jetzt alles ...