Frauenhofen: Tafeln gegen die Temposünder. Vizebürgermeisterin Gabi Kernstock und ihr Team gestalteten mit Anrainern „Kinderwarntafeln“ für Siedlungen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 10. Januar 2020 (16:09)

Ihren Einsatz für mehr Verkehrssicherheit in der Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen will Vizebürgermeisterin Gabi Kernstock (ÖVP) fortsetzen. Mit farbenfrohen Kinder-Warnschildern soll daher in den Orten der Gemeinde auf Kinder aufmerksam gemacht werden.

Die NÖN hatte im Oktober über die Problematik an der Ortsausfahrt von Frauenhofen in Richtung Horn berichtet. Dort waren – noch im Ortsgebiet und neben einer neuen Wohnsiedlung – viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Kernstock setzt sich daher für die Errichtung eines Fahrbahnteilers, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, ein.

Kernstock: „NÖN-Artikel hat Wirkung gezeigt“

„Der Artikel hat für großes Interesse und Diskussion gesorgt – und Wirkung gezeigt“, meinte Kernstock. Viele seien durch den Beitrag und die folgende Diskussion auf Facebook wachgerüttelt worden. „Immer wieder wurde ich von Bürgern angesprochen, dass sie sich seit dem Beitrag an der eigenen Nase nehmen und vermehrt auf ihre Geschwindigkeit achten“, freute sich Kernstock.

Es habe sich aber auch gezeigt, dass nicht nur Jungfamilien in Frauenhofen mit diesem Problem konfrontiert sind. Doch nicht überall sei es zielführend und möglich, Fahrbahnteiler zu errichten, meint Kernstock. Zudem dauere die Errichtung eines Fahrbahnteilers von der Planung bis zur Ausführung lange. „Und so lange wollen wir und die betroffenen Familien nicht tatenlos zusehen, sondern selbst aktiv werden“, meint die Vizebürgermeisterin. Daher sollen die Warnschilder in Kombination mit von der Gemeinde platzierten Verkehrsmessgeräten Autolenker für das Thema sensibilisiert werden.

Genauer Plan soll nach Wahl erarbeitet werden

Gestaltet wurden die Tafeln gemeinsam von ÖVP-Gemeinderäten und den Anrainern. Ob die Aktion auch erfolgreich ist, sollen dann die Messergebnisse der Verkehrsmessgeräte zeigen.

Der Wunsch nach einem Fahrbahnteiler in Frauenhofen besteht nach wie vor, und dieses Projekt wird laut Kernstock auch weiterverfolgt. Hierfür bedürfe es allerdings einer fundierten Planung. Nachdem es bereits eine Verkehrsverhandlung mit dem Land gegeben habe, gehe es jetzt an die Feinplanung. So gelte es einerseits, den genauen Standort des Fahrbahnteilers hinsichtlich einer eventuellen Erweiterung der Siedlung zu eruieren, aber auch die Kosten – laut Kernstock eine Summe im sechsstelligen Bereich – im Auge zu behalten. Nach der Gemeinderatswahl sollen in einer Arbeitsgruppe die genauen Details ausgearbeitet werden.