Paula Uitz wird „Vize“ in Gars. Nach dem überraschenden Polit-Abschied von Elisabeth Gröschel nominierte der ÖVP-Parteivorstand seine Fraktionsführerin als Kandidatin.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 07. September 2017 (08:29)
Was Insider schon vermutet hatten, wurde nun Realität: „Beim Gemeindeparteitag der ÖVP Gars“, so Bürgermeister Martin Falk, „wurde einstimmig beschlossen, Paula Uitz für das Amt der Vizebürgermeisterin vorzuschlagen.“Rupert Kornell
Rupert Kornell

Mit einer Überraschung wartete Bürgermeister Martin Falk bei der Gemeindeparteisitzung vor nunmehr zwei Wochen auf, als er den Rückzug aus der Politik von Vizebürgermeisterin Elisabeth Gröschel verkündete und eine „zeitnahe“ Regelung der Nachfolge versprach. Und er hielt Wort: Am Donnerstagabend der Vorwoche präsentierte er – wenig überraschend – die ÖVP-Fraktionsführerin Paula Uitz als Kandidatin für die Wahl zu seiner Stellvertreterin.

„Mit ihr ist Kontinuität gegeben, jeder kennt sie“

„Es gab zwar Diskussionen, wie es bei uns üblich ist“, so Gemeindeparteiobmann Günther Wieland, „aber Uitz’ Nominierung erfolgte einstimmig. Und bei der Wahl der Vizebürgermeisterin am 14. September erwarte ich mir schon auch von den anderen Fraktionen, dass sie unseren Vorschlag annehmen, denn sie hat in all den Jahren immer sehr guten Kontakt mit allen gepflegt über die Parteigrenzen hinaus.“

Wieland selbst wird neu in den Gemeinderat einziehen, da Susanne Pfeiffer als neue „Geschäftsführende“ ab dann Gröschels Ressort (Kunst, Kultur und Kultus; Tourismus und Wirtschaftsförderung) übernehmen wird.

Falk und Wieland sind sich einig, mit Paula Uitz die beste Kandidatin gefunden zu haben: „Mit ihr ist Kontinuität gegeben, jeder in Gars kennt sie, das gilt auch umgekehrt, und außerdem ist sie durch ihre langjährige Tätigkeit als Betriebsrätin im Landesklinikum, in der Arbeiterkammer, im ÖAAB und natürlich im Gemeinderat geradezu prädestiniert für diese Aufgabe.“

„Werde ganze Kraft und Freude investieren!“

Gröschels Abschied stimme sie traurig, meint Uitz, denn in der Zeit der gemeinsamen Arbeit habe sich auch eine Freundschaft entwickelt, die sicher auch bleiben wird. „Das neue Amt ist eine reizvolle Aufgabe, ich werde sicher meine ganze Kraft und Freude investieren und noch mehr als bisher versuchen, für die Bürger da zu sein“, verspricht sie.

„Um Gröschel ist uns leid, sie war ein wesentlicher Faktor der guten Zusammenarbeit“, bedauert SPÖ-Fraktionsführer Josef Wiesinger deren Ausscheiden. Bezüglich Uitz gibt er sich kryptisch: „Und Paula kennt man …“ Die Entscheidung der ÖVP, so Wiesinger, sei zu respektieren, es spreche nichts dagegen, Uitz auch zu wählen.

Das findet auch FPÖ-Chef Helmut Gröschel, der Elisabeth Gröschels Rücktritt als „schweren Verlust“ bezeichnet: „Uitz als Nachfolgerin war für mich eine logische Sache, es gab keine Probleme mit ihr.“

„Sie hat ihre Sache sehr ambitioniert gemacht“, lobt Bürgerliste-Sprecher Ewald Gruber Gröschel. „Die Dreifachbelastung hat sicher zu sehr an ihren Kräften gezehrt.“ Und weiter: „Zu Uitz sage ich zu diesem Zeitpunkt nichts.“