Erstellt am 04. Februar 2014, 23:59

von Martin Kalchhauser

EKZ in deutscher Hand. Verkauft | KGAL investierte bereits in drittes Zentrum in Österreich.

»Shopping Horn«: Der deutsche Investor KGAL übernahm 100 % der Anteile von den bisherigen Besitzern Immofinanz und Thomas Kronsteiner.  |  NOEN, Foto: Muschl & Partner/Rothaler
Von Martin Kalchhauser

Bereits im Dezember ging – von den meisten Menschen unbeachtet – ein riesiger Finanzdeal über die Bühne, in dessen Mittelpunkt das Einkaufszentrum Horn („Shopping Horn“) stand. Die deutsche Investmentfirma KGAL übernahm 100 % von den bisherigen Eigentümern Immofinanz und Thomas Kronsteiner.

Mit dem Verkauf, über dessen Preis Stillschweigen vereinbart ist, überschreitet die KGAL bei den Investitionen in Österreich die Milliardengrenze. Neben Horn gehören dem Investor, der für den Fonds Austrian Retail Park Portfolio (ARPP) auf Einkaufstour ist, zwei weitere Fachmarktzentren in Eisenstadt und Villach.

„Ich habe meinen Anteil verkauft“

„Weitere Käufe sind geplant“, heißt es seitens KGAL, die mit dem 1995 eröffneten EKZ Horn nun über 50 Geschäfte aus unterschiedlichen Branchen und eine Verkaufsfläche von 32.000 m sowie 850 Pkw-Stellpätze besitzt. Am Objekt war für KGAL vor allem das Einzugsgebiet von 90.000 Einwohnern und die Nähe zu stark frequentierten Einrichtungshäusern (kika, XXXLutz) ausschlaggebend.

 

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„Ich habe meinen Anteil verkauft“, bestätigt Thomas Kronsteiner, der mittels Vertrag weiter das Management für das EKZ macht. Auch die Immofinanz habe ihren Anteil an KGAL abgegeben. Es interessiere niemanden, zuletzt die Kunden, ob Shopping Horn einer Bank gehöre oder einer Investmentgesellschaft. In der Branche herrsche ein Kommen und Gehen. „Die Deutschen halten das jetzt für einen Fonds und verkaufen es vielleicht irgendwann wieder weiter“, so Kronsteiner „Wer weiß, vielleicht kaufe ich es ja dann wieder zurück!“