Heiße Diskussion vor Gemeinderatswahl in Horn. Horner Spitzenkandidaten warben bei Diskussion, die von der Katholischen Studentenverbindung Waldmark in Kooperation mit der NÖN im Kunsthaus veranstaltet wurde, mit ihren Programmen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 11. Januar 2020 (09:55)

Ehe Jürgen Maier (ÖVP), Marco Stepan (SPÖ), Klemens Kofler (FPÖ) und Walter Kogler-Strommer (Grüne) ihre Anliegen für die kommenden Jahre vorbringen konnten, fühlte ihnen Moderator Leopold Mayerhofer aber mit der Frage, welche der Programmpunkte aus der Wahlkampagne 2015 (Umgestaltung Hauptplatz, Lkw aus der Innenstadt verbannen, FH-Lehrgang in Horn, Hallenbad) umgesetzt wurden, auf den Zahn.

Die  Anmerkung Mayerhofers, dass die Punkte zum Großteil noch ihrer Umsetzung harren, ließen die Diskutanten nur bedingt gelten. Bürgermeister Maier etwa erklärte, dass ein Programm längerfristig als fünf Jahre zu sehen sei und in der Zwischenzeit - etwa mit dem Hörnchennest - wichtige Projekte umgesetzt worden seien, die damals nicht im Programm gestanden sind. „Und das hat 1,2 Mio. Euro gekostet. Geld, das ich auch gerne in den Hauptplatz gesteckt hätte. Aber Geld kann man eben nur einmal ausgeben", sagte der Bürgermeister.

Die übrigen Diskutanten verwiesen auf Teilerfolge. Stepan etwa auf den „Taferlklassler-100er", das WC im Stadtpark oder den Generationenspielplatz, Kogler-Strommer auf die Grünen als Ideengeber für später von der ÖVP-Mehrheit umgesetzte Projekte wie die „1.000 Bäume für Horn" oder die Begrünung von Dächern.

Emotional: Hallenbad als Zankapfel

In der Diskussion wurden dann die Umgestaltung der Innenstadt, die Forderung der Grünen nach einem „City-Bus" für Horn, die FPÖ-Forderung nach einem Hallenbad oder das von der SPÖ geforderte Chlorbecken für das Freibad sowie die Themen „Verkehr“, „Bildung", „Klima“, „Kultur“, aber auch das Problem der Kandidatenfindung für einzelne Parteien diskutiert. Dabei blieb die Diskussion über weite Strecken sachlich und fair, wirklich emotional wurde es nur beim Hallenbad zwischen Maier und Kofler bezüglich Finanzierbarkeit des Projektes und bezüglich „gemeinsamem Agieren und Absprechen" in der Gemeinde zwischen Maier und Kogler-Strommer.

Wie die Kandidaten zu den einzelnen Punkten stehen und welche konkreten Pläne sie haben, lest ihr in der nächsten Ausgabe der Horner NÖN.