Arbeitsmarkt im Bezirk Horn: Viele zurück im Job. 160 Personen konnten im Juni über Vermittlung des Arbeitsmarktservice im Bezirk Horn wieder einen Job aufnehmen. Diese positive Tatsache wertet AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp als Zeichen der weiteren Entspannung am Horner Arbeitsmarkt nach der coronabedingten Krise.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 04. Juli 2020 (06:00)
AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp sieht eine Entspannung am Horner Arbeitsmarkt.
Martin Kalchhauser

Damit konnten in den vergangenen beiden Monaten insgesamt rund 400 Personen wieder in ein Arbeitsverhältnis geholfen werden, informierte Schopp. das sei eine Steigerung um 110 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Außerdem hofft Schopp auf eine weitere Entspanndung, denn: „Mehr als 40 der bei uns arbeitslos gemeldeten Personen haben noch eine Einstellzusage ihres ehemaligen Dienstgebers.“

Insgesamt waren Ende Juni waren 584 Personen im Bezirk Horn ohne Job. Damit hat das Horner AMS die geringste Zahl aller Geschäftsstellen in Niederösterreich. Der Wert liegt um 30,9 Prozent (+138) über jenem des Juni 2019. Mit den 136 Schulungsteilnehmern sind insgesamt 720 Personen beim Horner AMS vorgemerkt, um 20,8 Prozent (+124) mehr als 2019.

Während Frauen (289, +24,6 Prozent) und Männer (295, +37,9 Prozent) in etwa gleichem Ausmaß betroffen sind, nimmt die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen überproportional zu. In dieser Altersklasse gab es eine Steigerung um 48,9 Prozent (+22) auf 67 Personen. Branchenspezifisch sind weiterhin die Bereiche „Beherbergung und „Gastgewerbe“ sowie die Baubranche am stärksten betroffen. Auch Ausländer mit einem Anstieg von 76,2 Prozent (von 42 auf 74) und Akademiker mit einem Anstieg von 64,7 Prozent (von 17 auf 28) sind besonders stark betroffen.

211 Stellen sofort verfügbar

Dass der Arbeitsmarkt aber wieder Fahrt aufnimmt, sieht Schopp in der steigenden Zahl sofort verfügbarer offener Stellen bestätigt. Davon gibt es mit 211 um 27,9 Prozent (+46) mehr als noch vor einem Jahr. „Das ist ein weiteres positives Zeichen, dass zusätzliches Personal gesucht wird“, zeigte sich Schopp optimistisch.