70 Tonnen Algen aus dem Kamp „gefischt“. Mit einem Mähboot wurde der „Kanadischen Wasserpest“ zu Leibe gerückt. Das freut die Badegäste sehr.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 01. August 2018 (05:05)
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Nur erahnen kann man, wie sehr die Verkrautung des Kamp fortgeschritten ist (im Hintergrund zu sehen) und welcher Arbeit es bedurfte, um die Wasserpflanzen zuerst abzumähen und dann fachgerecht zu entsorgen.

Normalerweise sind Badegäste über Lärm in bzw. bei der Anlage nicht sehr erfreut, in den letzten Tagen der Vorwoche war das allerdings anders. Das Knattern eines Mähboots war „angenehm“, rückte man doch den Algen im Kamp zu Leibe.

„Das Problem ist ja nicht neu“, weiß Friedrich Wiesinger, der Vorsitzende des Umweltausschusses der Gemeinde. „Schon vor über 20 Jahren ,beschleunigte‘ man den Kamp, um das Wachstum der ,Elodea canadensis‘, der ,Kanadischen Wasserpest‘, einzudämmen. Das war ebenso nicht von Erfolg gekrönt wie vor einigen Jahren das Ausreißen der Pflanzen.“

Nun hat man ein spezielles Boot geholt, das im Bereich von der Fußgängerbrücke beim Steg, der Verbindung zwischen Kurpark und Erlebnisbad, bis zum Wehr beim Bad die Pflanzen abmähte und sie im Anschluss mittels eines Rechens zum Ufer brachte. Von dort wurden sie dann auf einen Lkw verladen und werden nach der Trocknung in der Garser Biogasanlage verwertet. „Sicher zehn Mal“, so Wiesinger, „war der Lkw unterwegs und hat geschätzte 70 Tonnen Material abtransportiert, wobei aber sicher 90 Prozent davon Wasser sind.“

Die Kosten werden über 6.000 Euro liegen, „aber die Aktion, die wir nächstes Jahr fortsetzen wollen, hat sich gelohnt. Viele Badegäste sind gekommen und haben mir gesagt wie toll es ist, jetzt endlich wieder im Kamp schwimmen zu können. Zumindest in diesem Bereich.“