Kirchen-Turm wird erneuert. Nach Innensanierung & Erneuerung des Turmdaches wird Turm der Japonser Kirche saniert.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 15. Juni 2019 (03:40)
Thomas Weikertschläger
Franz Doninger, Vorsitzender-Stellvertreter des Japonser Pfarrkirchenrats, Josef Offenberger, der Vertreter der Pfarre auf der Baustelle, und Pfarrer Johannes Mikes inspizierten in der Vorwoche die Baustelle bei der Kirche in Japons.

Die Pfarre Japons hat die nächste Etappe im Zuge der Sanierung der Pfarrkirche gestartet. In der Vorwoche gingen die Arbeiten zur Sanierung des Kirchturms im Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt los. Seit 2011 wurden schrittweise bereits die Innensanierung der Kirche – unter anderem wurden die Bänke erneuert, neu ausgemalt und eine neue Tonanlage installiert –, die Erneuerung des Turmdaches und die Vergoldung des Kreuzes auf dem Turm (die NÖN berichtete) durchgeführt.

115.000 Euro Kosten, Pfarre zahlt 35.000 Euro

In den kommenden Wochen werden nun von Firmen aus der Region, wie Pfarrer Johannes Mikes betont, Schadstellen am Turm ausgebessert und die Fassade erneuert und diese neu gefärbelt. Als abschließende Etappe wird dann auch noch die Außensanierung des Kirchenschiffs angegangen.

Nachdem die Pfarre bereits die Kosten für die 150.000 Euro teuere Innensanierung aufbringen musste, kommt nun auch bei der Turmsanierung ein ordentlicher Brocken auf die Pfarre zu. Von den 115.000 Euro Gesamtkosten übernimmt sie 35.000 Euro, der Rest wird von Stift, Diözese, Land und Bund beigesteuert. Auch für die anstehende Sanierung des Kirchenschiffs (insgesamt 175.000 Euro) wird die Pfarre 45.000 Euro aufbringen müssen.

Aufgrund der Geschichte der Kirche sei aber jeder Cent gut angelegt, meint Mikes. Vorläufer der Kirche dürften schon vor der Gründung des Stiftes Geras 1153 bestanden haben. Zwar sind aus der Romanik keine Überreste der Filialkirche der Pfarre Pernegg mehr erhalten, es finden sich aber noch gotische Bauteile im Turm der heutigen Kirche.

Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Kirche, die dem Heiligen Laurenz geweiht ist, während der Barockzeit unter Abt Paul Gratschmaier, der von 1746 bis 1780 die Geschicke des Stiftes leitete. Die Kirche kann auch mit einem österreichweiten Unikat aufwarten: Die Deckenfresken stammen von Johann Lucas Kracker,, der als einer der bedeutendsten barocken Freskenmaler der Habsburgermonarchie gilt. Sie sind die einzigen erhaltenen Fresken dieses Künstlers in Österreich.