Verkoster in Gars „in Aktion“. Weinkenner und -freunde nahmen je 18 Zweigelt und Grüne Veltliner unter die Lupe. Taufpate ist Tenor Oscar Marin.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:43)
Organisiert und angeführt von Sommelier Alexander Höchtl (Zweiter von links) nahm eine 26-köpfige Gruppe von Weinkennern und -freunden in seinem Lokal insgesamt 18 Grüne Veltliner aus dem Kamptal unter die Lupe und kostete den „Garser Wein 2020“ heraus.
Reinhard Podolsky/mediadesign.at

Wenn die Gläser geschwenkt, die Nasen in diese gesteckt werden, ein prüfender Schluck daraus genommen und auf der Zunge, am Gaumen und im Abgang geprüft wird, dann ist wieder der Zeitpunkt gekommen, an dem der neue „Garser Wein“ verkostet wird.

Oscar Marin – hier im Jahr 2018 als „Cavaradossi“ in Puccinis „Tosca“ auf der Bühne der Oper Burg Gars – wird heuer nicht nur den Don José in Bizets „Carmen“ singen, sondern auch am Ostermontag als Taufpate für den „Garser Wein 2020“ fungieren.
Reinhard Podolsky/mediadesign.at

Und so fanden sich in der Vorwoche Weinkenner und -freunde ein, um eine ganze Reihe Grünen Veltliner bzw. Zweigelt aus dem Kamptal bei „Poldiwirt“ Alexander Höchtl unter die Lupe zu nehmen. Besonders begrüßte Bürgermeister Martin Falk übrigens zwei Veldner Freunde von Raimund Kiennast, die den ausgezeichneten Ruf der Kamptaler Weine auch in Kärnten – und nicht nur in ihrem Hotel – verbreiten wollen.

Proben von 55 Weiß- und 34 Rotweinen wurden abgegeben und vor-verkostet, jeweils 18 kamen dann in die engere Wahl. Saßen beim „Grünen“ 26 Personen in der Jury, waren es beim „Roten“ ein knappes Dutzend, die die Proben aus neutralen Flaschen nach dem Schulnotensystem bewerteten.

Und schließlich gab es dann auch Sieger. „Obwohl die Bewertungen sehr eng beieinander lagen, war es schließlich doch recht eindeutig“, verkündete Höchtl, ohne jedoch Namen zu nennen. „Ich kann nur so viel verraten, dass der Weißwein-Sieger ein neuer Winzer ist, der Erstplatzierte beim Roten einer, der schon gewonnen hat.“

Auch Etikettenkünstler bleibt noch geheim

Geheimnisvoll gab sich auch Falk, der sich in puncto Etiketten-Künstler und Namen der Weine in Schweigen hüllte, allerdings den Taufpaten verriet: „Es wird ein Künstler sein, der uns bei der Oper Burg Gars in ,Tosca‘ und ,Otello‘ schon viel Freude bereitet hat und heuer auch in ,Carmen‘ zu hören sein wird, nämlich der spanische Tenor Oscar Marin.“

Seinen Auftritt als „Taufpate“ hat er schon am Ostermontag, wenn wie im Vorjahr nach einer Andacht mit dem Dreieichener Wallfahrtspfarrer Prior Pater Michael Hüttl der „Garser Wein 2020“ auf der Burg gesegnet und dann zum allgemeinen Umtrunk freigegeben wird.