Startschuss für „neues“ Horner Museum ist erfolgt. Fahrplan für die Neugestaltung des Hauses und Errichtung des Kompetenzzentrums öffentlich präsentiert.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 28. Februar 2018 (03:46)
Museumsgestalter Franz Pötscher, der wissenschaftliche Leiter des Hauses, Martin Bauer, Bürgermeister Jürgen Maier, Direktor Anton Mück und Museumsvereins-Obmann Gilbert Zinsler (von links) beim Rundgang in einem der Dachböden des Museums, die thematisch abgegrenzte Ausstellungsbereiche werden sollen.
Martin Kalchhauser

„Die Errichtung eines Kompetenzzentrums für historische Landtechnik ist schon länger ein Thema für Horn“, stellte Stadtchef Jürgen Maier bei der Präsentation der Pläne zur Neugestaltung des Horner Museums fest. „Es gibt ein klares Bekenntnis zu diesem Mehrjahresprojekt, für das es die finanziellen Mittel sicherzustellen gilt.“

Das klare Bekenntnis stand am Beginn der Präsentation der Pläne für das Museum (die NÖN berichtete exklusiv), die im Rahmen einer Abendveranstaltung Mitarbeitern und Interessenten näher gebracht wurde.

„Wir haben lange auf den heutigen Tag hingearbeitet“, freute sich Direktor Anton Mück über den Startschuss für umfangreiche Arbeiten, die das Haus aus dem Dornröschenschlaf erwecken sollen. „So viele Museen es zum Thema Landwirtschaft gibt, so wenig wissenschaftliche Arbeiten gibt es in diesem Bereich.“

Der wissenschaftliche Leiter, Martin Bauer, erläuterte die Neustrukturierung der Ausstellungsflächen des Landwirtschaftsmuseums. So werden in den drei Dachböden thematisch gegliederte Bereiche (Arbeitswelt der Männer, Arbeitswelt der Frauen und Stallwirtschaft) Platz finden, in der Halle wird der Schwerpunkt auf dem Getreide (von der Handsense bis zum Mähdrescher) liegen, und der Stadel ist Transportwesen und Holzwirtschaft vorbehalten. Dringend zu lösen sei das Depot-Problem. Bauer: „Nur eine Auswahl unserer Objekte wird es in die Ausstellung schaffen!“

Haus mit Leben füllen: Zeitzeugen sind gesucht

Der mit der Neugestaltung beauftragte Museumsberater Franz Pötscher erklärte das Ziel, „Arbeitsprozesse darzustellen“ und betonte, dass das Museum „Geschichten erzählen und die Ausstellung mit Leben füllen“ wolle. „Kaum ein anderer Bereich wie die Landwirtschaft war in ihrer Geschichte so stark von Veränderung betroffen.“ Dazu bedürfe es möglichst vieler Unterstützer (Zeitzeugen), die den Verantwortlichen für Gespräche zur Verfügung stehen und auch Objekte (Fotos, …) beisteuern können.

Highlights im „neuen“ Museum sollen eine Medienwand, Grafiken und Bildschirme sowie WLAN (für Smartphone-Guides) sein. Last but not least will man auch den umfangreichen Bereich der Ur- und Frühgeschichte einbinden.

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