Fritz Steininger feierte 80er: „Ein Vorbild für alle“. Fritz Steininger, Geologe und Paläontologe, feierte seinen 80. Geburtstag – und erzählte von seinen Kindheitstagen.

Von Petra Hauk. Erstellt am 17. Mai 2019 (03:40)
Peter Ableidinger
Schon im April hatte Fritz Steininger (mit Ingrid Steininger) Geburtstag, aber erst jetzt wurde er in Eggenburg groß bei einem Festaktgefeiert.

Die Stadt feierte am Freitag einen seiner berühmtesten Söhne im Festsaal des Rathauses: Fritz F. Steininger wurde 80 Jahre jung. Weggefährten aus Wissenschaft und Politik würdigten das umfangreiche Wirken des Geologen und Paläontologen.

„Du bist nie mit Scheuklappen durchs Leben gelaufen, warst immer ein Wissenschaftler, der den Elfenbeinturm verlassen hat, der andere begeistert“, betonte Elisabeth Vavra, Vorsitzende des NÖ Kultursenats. „Mit deiner Vielseitigkeit hast du die Forschungsstrategie des Landes mitgeformt und auch heiße Eisen angefasst.“ Sie schloss herzlich: „Ich vermisse dich!“

Hauk
Georg Gilli bezeichnete den 80-Jährigen als „Jungspund“.

Bürgermeister Georg Gilli nannte ihn einen Jungspund im Vergleich zu den zeitgeschichtlichen Epochen, mit denen er sich befasste und hatte eine weitere Ehrung parat: In Würdigung seiner langjährigen, unermüdlichen, wissenschaftlichen Tätigkeit will der Gemeinderat einem Grundstück den Namen Professor Fritz Steininger-Park verleihen.

Johannes Tuzar, Chef des Krahuletzmuseums, betonte seinen weiterhin ungebrochenen Arbeitswillen: „Seine Verbundenheit zur Natur, seine Feldforschung, bei der er keine Mühen scheut und das damit verbundene Weggehen vom Bürosessel, sollte für alle Lehrenden ein Vorbild sein!“

Sichtlich gerührt, aber dennoch gefasst, nahm der Professor die Glückwünsche entgegen. In humorvoller Weise zeichnete er den Beginn seiner Forschung in seinen Kindestagen in der Neuen Gasse, wo beim Bau der Goldbergergaragen zahlreiche Fossilien zum Vorschein kamen, die der junge und nicht minder geschäftstüchtige Steininger in der Schule zum Kauf anbot! In der Sandgrube in Roggendorf fand er den Panzer einer Landschildkröte, die heute im Naturhistorischen Museum seinen Platz gefunden hat. Er verabschiedete sich mit den Worten „ad multos annos“ (auf viele weitere Jahre) vom Auditorium.