Trauer um Wolfgang Andraschek. Der Horner Wolfgang Andraschek-Holzer, eine Fotografen- Legende, verstarb wenige Tage vor seinem 96. Geburtstag.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Juni 2021 (12:35)
So war Wolfgang Andraschek-Holzer in Horn bekannt: Diese Fotografie zeigt ihn 1967.
privat

Trauer herrscht in Horn: Fotograf Wolfgang Andraschek-Holzer verstarb am 27. Mai im Alter von 95 Jahren.

Andraschek-Holzer wurde am 11. Juni 1925 in Horn geboren. Nach der Matura 1943 wurde er eingezogen, nach Krieg und Gefangenschaft kehrte er 1946 aus den USA zurück. Für das geplante Musikstudium fehlte das Geld, so besuchte er 1946-1950 die „Graphische“, wo er das Fotografenhandwerk erlernte. Die Praxis dafür erwarb Andraschek-Holzer bis 1953 im renommierten Fotohaus Kuss in Mariazell, dort lernte er seine Gattin Franziska kennen. 1952 legte er die Meisterprüfung ab.

1954 eröffnete Andraschek-Holzer mit Bruder Widmar das Fotoatelier in Horn. 1957 kam Sohn Wolfgang zur Welt, 1963 Ralph. Seine Leidenschaft galt der Musik. In jungen Jahren in Jazzorchestern tätig (er spielte mehrere Instrumente) kam er dann zum Horner Gesang- und Musikverein, dessen Chor er anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums 1956 leitete. Lange als Cellist tätig, übernahm er nach seiner Pensionierung das Orchester als Dirigent und schuf einen neuen, homogenen Klangkörper. Wenn Partituren und Stimmen fehlten, setzte er sich an den Schreibtisch und schrieb die erforderlichen Noten. So erfüllte er sich spät seinen Jugendtraum.

Ab 1993 sorgte eine Erkrankung dafür, dass er seine Musik kaum mehr ausüben konnte.