Angebot für ältere Generation: Wohnen in Zentrumsnähe?. Geht es nach den Vorstellungen der SPÖ, soll anstelle des „Mauckner-Hauses“ in der Apoigerstraße ein Wohnheim für Senioren gebaut werden.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 09. Januar 2020 (04:57)
Gerald Steindl, Christine Jaglitsch, Alma Pöppl und Josef Wiesinger (v. links) von der SPÖ Gars präsentierten ihre Ideen, wie aus dem leer stehenden Haus in der Apoigerstraße ein Altenwohnheim werden kann.
R. Kornell

Das gemeindeeigene Haus in der Apoigerstraße 90 neben dem Rotkreuz-Haus hatte schon viele Funktionen: Gemeindebücherei, Mutterberatungsstelle, erste „Ordination“ von Gesundheitspapst Willi Dungl, zuletzt Wohnhaus für den verstorbenen früheren Obersekretär Gustav Hauer. Geht es nach den Vorstellungen der SPÖ Gars, soll es – in neuer Form – einem anderen Zweck zugeführt werden.

„Wir wollen, dass hier ein Wohnheim für ältere Leute errichtet wird“, präzisiert SPÖ-Mandatar Josef Wiesinger. „Das Haus steht seit dem Tod Hauers leer, es ist als Baulandkerngebiet gewidmet und wegen seiner geringen Entfernung zum Zentrum ideal für Alleinstehende oder für betagte Ehepaare.“

Das „Mauckner-Haus“ könnte abgerissen und durch einen Neubau speziell für Senioren ersetzt werden.
NOEN

Die Voraussetzungen für ein derartiges Haus an dieser Stelle (Wiesinger: „Es ist das einzige Grundstück im Zentrum, das der Gemeinde gehört.“) stünden günstig, da man von hier aus in wenigen Minuten zu Fuß Ärzte, Zahnarzt, Kaffeehaus, Gaststätten, Apotheke, Einkaufszentrum etc. auf nahezu ebenem Gelände erreichen kann.

Die Vorstellungen sind von Wiesinger und seinem Team durchaus konkret: „Die Gemeinde stellt den Grund zur Verfügung, das alte Haus wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, elf Wohnungen mit jeweils rund 50 m² samt den dazugehörigen allgemein nutzbaren Räumlichkeiten werden von einer Wohnbaugenossenschaft gebaut, für die Vermietung der Wohnungen hat die Gemeinde zu sorgen. Die übrig bleibende Freifläche ist groß genug für einen Garten abseits der Straße und für Parkplätze.“ „Die braucht man unbedingt“, meint Gemeinderat Gerald Steindl, „denn die Leute sind mobil, haben meist ein eigenes, wenn auch kleines Fahrzeug, und wollen das ja auch rasch verfügbar haben.“

„Mietkosten müssen unter 500 liegen!“

Bewohner sollen vorwiegend Garser sein, die sich hier einmieten können. Die Kriterien für eine Aufnahme müssten, falls es zur Realisierung kommt, aber erst erarbeitet werden. „Die Kosten sollen etwa in der Höhe der halben Mindestsicherung (derzeit rund 885 Euro; Anm.) liegen, höchstens aber bei 500 Euro“, meint Wiesinger, „damit die Wohnung auch leistbar ist.“ Damit würde sich der Kreis schließen, denn das „Mauckner-Haus“, benannt nach einem ehemaligen Schuldirektor, der seine Wohnstätte der Gemeinde Gars vermacht hat, könnte wieder für einen sozialen Zweck verwendet werden.

Wie rasch diese Vorstellungen umgesetzt werden, hängt allerdings auch davon ab, wie schnell das Rote Kreuz mit seiner Ortsstelle in das geplante Sicherheitszentrum auf dem ehemaligen Buhl-Areal, wo ja auch die Garser Feuerwehr in naher Zukunft eine neue Heimstätte findet, übersiedelt werden kann. Denn auch die Garagen und die Aufenthaltsräume des Roten Kreuzes werden wohl dem Bagger weichen müssen. Wiesinger: „Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, unser Ziel ist die Umsetzung in den nächsten vier, fünf Jahren.“

Weil aber ohne die ÖVP-Mehrheit im Garser Gemeinderat (ÖVP 14, SPÖ 5, FPÖ und BLG je 2) nichts geht, konfrontierte die NÖN Bürgermeister Martin Falk mit diesem Projekt. „Das ist prinzipiell vorstellbar“, meinte dieser. „Das Areal hat ja den großen Vorteil der Zentrumsnähe, weshalb es für eine derartige Einrichtung interessant ist. Es gibt auch schon eine Anfrage in diese Richtung, allerdings geht es dabei eher in Richtung Wohnheim für Menschen mit Behinderung.

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