Erstellt am 18. November 2017, 05:25

von Gerhard Baumrucker

Besonderer Glanz für Kinderbücher. Ausstellung: Schau im Zeitbrücke-Museum widmet sich drei besonderen Illustratoren.

Buchautorin Anna Maria Kislinger, Harfenistin Maria Hahn, Anton und Elisabeth Ehrenberger (von links) gestalteten die Ausstellungseröffnung.  |  NOEN, Foto: Gerhard Baumrucker

Im Zeitbrücke-Museum eröffnete Museumsobmann Anton Ehrenberger die letzte Ausstellung des heurigen Jahres. Sie trägt den Titel „Kinder und Bücher“. „Wir zeigen die Werke der drei Künstler Karl Elleder (gestorben 1941), Susi Weigel (gestorben 1990) und Michael Roher, deren Schaffen wesentlich der Illustration von Kinderbüchern gewidmet war bzw. ist“, so Ehrenberger einleitend.

Der Maler und Illustrator Karl Elleder lebte ab den Zwanziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts lange in seiner Villa in der Horner Straße. „Wir verdanken seine Wiederentdeckung dem Literaturhistoriker Andreas Weigel und dessen Buch ‚Stars in Gars‘“, erklärte Ehrenberger, dem anwesenden Autor dankend. Wenig bekannt ist, dass Elleder im Jahr 1920 das sogenannte „Notgeld“ für die Gemeinde Gars entwarf.

Susi Weigel schuf zahlreiche Illustrationen von Kinderbüchern, die sich heute noch großer Beliebtheit erfreuen. Barbara Bauer erinnerte sich an ihre Großtante Susi: „Ich war bei der Entstehungsgeschichte des Buches ,Das kleine Ich bin ich‘ ihrer kongenialen Partnerin und Autorin Mira Lobe dabei.“

Illustrator kommt heuer zum Christkindlmarkt

Als dritter Künstler wurde der in Baden lebende Michael Roher vorgestellt. Für seine Bilderbücher und Geschichten erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen. Michael Roher liest und zeichnet heuer für Kinder im Rahmen der Ausstellung beim Garser Christkindlmarkt am 9. und 10. Dezember 2017.

Das Illustrieren von Kinderbüchern setzt deren Vorhandensein voraus. Autorin Anna Maria Kislinger wurde daher eingeladen, ihre Gedanken zum Entstehen ihres Buches „Murmeln in meiner Hand“ darzulegen. „Die Idee ist vor 33 Jahren bei einem Besuch in Papua-Neuguinea entstanden“, sagte die Psychotherapeutin im Gespräch mit Elisabeth Ehrenberger, „wo ich die Kinder bei diesem uralten Spiel mit Muscheln sah.“ Spiele und Spielzeug seien für die Entwicklung des Kindes von elementarer Bedeutung, schaffen sie ihm doch wunderbare Erlebnisse. „Der übermäßige Umgang mit den Medien wie Spielkonsolen oder Smartphones ist eine evidente Gefahr.“ Daher ihre dringende Empfehlung: Im Familienverband lesen und vorlesen!

Die Harfenistin Maria Hahn gestaltete die musikalische Begleitung der Eröffnung.