Bürogebäude der Firma Rebloc: „Hülle“ ist fertig!. Um 4,5 Millionen Euro errichtet die Firma Rebloc, Entwickler und Hersteller von Betonleitwänden, am Garser Ortsrand ein Bürogebäude. Jetzt wird am Innenausbau gearbeitet.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 17. Februar 2021 (04:12)

Es ist sicherlich die größte Investition, die 2020/2021 in der Marktgemeinde Gars getätigt wird. Und was da um rund 4,5 Millionen Euro auf die Beine gestellt wird, ist schon deutlich sichtbar.

Wer auf der Bundesstraße von Gars Richtung Mörtersdorf (und natürlich auch in der Gegenrichtung) unterwegs ist, dem fällt beim Ortsende/Ortsanfang noch vor dem Betonwerk der Firma Oberndorfer ein beachtliches Bauwerk auf. „Wir errichten hier ein Bürogebäude für unsere Mitarbeiter, denn das derzeitige gleich bei der Einfahrt zum Oberndorfer-Werk platzt schon aus allen Nähten“, erzählt Mathias Redlberger, Geschäftsführer und Mitbesitzer der Firma Rebloc, die sich 2009 hier angesiedelt hat.

Rebloc-Betonleitwände sichern Straßen ab

Für all diejenigen, die Rebloc nicht einordnen können, obwohl sie die Produkte schon zigfach gesehen haben (und hoffentlich noch nicht mit ihnen in Berührung gekommen sind), eine kurze Info: Die Rebloc GmbH ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von modernen Betonleitwandsystemen aus Fertigteilen spezialisiert und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Straßen und Autobahnen.

Diese in verschiedenen Ausführungen hergestellten Fertigteile sind – jetzt nur auf die nähere Umgebung bezogen – etwa auf der S 33 von Krems nach St. Pölten oder auf der A 22, der Donauufer-Autobahn, zu finden. Auch auf vielen Baustellen zur Abgrenzung zum Gegenverkehr oder zum Schutz der Arbeiter stehen solche Elemente, die besonderen Anforderungen, die laufend überprüft werden, entsprechen müssen – und dies natürlich auch tun.

Ausreichend Platz für rund 100 Mitarbeiter

Das dreigeschoßige Haus ist mit 2.500 m² für mehr als hundert Mitarbeiter ausgelegt. In dem Gebäude, bestehend aus Betonfertigteilen (Redlberger: „Sie werden gleich nebenan erzeugt, das spart Zeit und Transportwege.“) und Glas („Damit ist für Tageslicht in allen Büros gesorgt.“), wird gerade eifrig am Innenausbau gearbeitet.

Mehrheitlich entstehen Büroräume, selbstverständlich gibt es auch Besprechungszimmer, Sozial- und Sanitärräume, alles natürlich barrierefrei ausgeführt. Ein Lift sorgt für die Verbindung zwischen den einzelnen Geschoßen. Die Speichermasse des Baustoffs Beton im Zusammenspiel mit einem intelligenten Kühlsystem, die Beheizung durch Biomasse-Fernwärme sowie eine Photovoltaikanlage am Dach leisten einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Gebäudes. Lokale Firmen sind am schnellen Baufortschritt maßgeblich beteiligt.

„Wir kommen gut voran, sind genau im Zeitplan“, freut sich Redlberger. „Mitte des Jahres werden wir eröffnen. 43 Mitarbeiter freuen sich schon darauf.“ Und was ihn noch freut: Während der Coronazeit musste kein einziger Mitarbeiter entlassen oder in Kurzarbeit geschickt werden. Homeoffice war natürlich ein Thema, das Einhalten der Abstände und Maskenpflicht selbstverständlich. „Im Gegenteil, wir suchen sogar noch weiteres Personal!“ Wirtschaftlich habe die Pandemie dem Unternehmen nicht geschadet und auch für die Zukunft sei man ganz zuversichtlich.