Falk: „Wir werden Corona schaffen“. Bürgermeister Martin Falk ist sich aus jetziger Sicht sicher, dass die Gemeinde die Krise bewältigt.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 07. August 2020 (11:52)
Bürgermeister Martin Falk und Finanz-Gemeinderätin Daniela Groll verschaffen sich laufend einen Überblick über die aktuelle finanzielle Gebarung der Gemeinde, um die Entwicklung der Ausgaben den Erfordernissen anpassen zu können.
Rupert Kornell

„Wir Garser sind krisenerprobt, denkt man nur an die Jahrhundertflut 2002, wir werden auch Corona schaffen und zumindest mit einem blauen Auge davonkommen“, sind sich Bürgermeister Martin Falk und die für das Finanzresort zuständige Gemeinderätin Daniela Groll einig, – und versprühen vorsichtigen Optimismus, was die Finanzen der Marktgemeinde betrifft.

Zuletzt und sicher auch bis zum Jahresende ziehen sie allmonatlich Zwischenbilanz, um abschätzen zu können, wie es um vorgesehene Projekte steht. „Aber wir sind keine Hellseher“, betonen beide, „für eine exakte Prognose ist es noch zu früh.“ Man habe die Entwicklung der ersten sieben Monate dieses Jahres genommen und dann auf das Jahr hochgerechnet.

Minus könne gut abgefedert werden

Tatsache ist jedenfalls, dass man bei den Ausgaben für den NÖKAS (NÖ Krankenanstaltensprengel) bei der Berechnung für 2020 eine „Punktlandung“ mit 956.000 Euro – exakt die Höhe des Voranschlags – hinlegen wird, bei der Sozialhilfeumlage wird man mit 635.000 Euro um 20.000 Euro mehr ausgeben. Bei den Einnahmen fehlen voraussichtlich gut 130.000 Euro bei der Kommunalsteuer („Dank unserer gut aufgestellten heimischen Wirtschaft ist der Entfall nicht größer.“) und rund 230.000 Euro bei den Abgabenertragsanteilen, die vom Bund kommen. Ergibt also in Summe ein erwartetes Minus von 380.000 Euro.

„Aber“, schränken Groll und Falk sofort ein, „weil wir gut und konservativ gewirtschaftet haben, vor allem im Jahr 2019, können wir auf einen Überschuss samt Abgabenforderungen von 300.000 Euro zurückgreifen, sodass uns also tatsächlich ,nur‘ 80.000 Euro fehlen werden.“ Und noch einmal kommt der Hinweis: „Wir sind aber keine Hellseher, das ist der Stand von heute Ende Juli.“

Damit kann auch der überwiegende Teil der für das heurige Jahr versprochenen und geplanten Projekte wie Straßen- oder Güterwegebau oder die Errichtung der Mehrzweckhalle umgesetzt werden. Den von der SPÖ kürzlich geäußerten Vorschlag, der Bund möge den Gemeinden für jeden Zweitwohnsitzer 250 Euro überweisen, sieht Falk von zwei Seiten: „Da kommt für uns eine Summe von 800.000 Euro heraus. Die nehme ich natürlich gerne. Allerdings frage ich mich, wer das bezahlen soll …“