Fernwärmenetz wird ausgebaut

Genossenschaft Biogen schließt den Ring um das Zentrum Gars. Kosten: 250.000 Euro.

Erstellt am 16. Oktober 2021 | 12:36
440_0008_8187984_hor39gar_fernwaerme.jpg
Zügig gehen die Arbeiten für die Leitung der Fernwärme voran. Spätestens Mitte November soll alles fertig und die Verkehrsbeschränkungen aufgehoben sein.
Foto: Foto Rupert Kornell

Rege Bautätigkeit gab es schon in etwa zur gleichen Zeit des Vorjahres im Zentrum von Gars, als die 2011 gegründete „Biogen Rohstoffgenossenschaft Gars am Kamp“ das Fernwärmenetz ausbaute. Neben dem Rathaus wurden das Info-Büro (ehemals Post), das Ärztezentrum (ehemals Info-Büro an der Kamptalstraße), das Zeitbrücke-Museum, das Frauengesundheitsresort „la pura“, die beiden Reha-Einrichtungen und einige private Abnehmer vom vor zehn Jahren neu gebauten Heizwerk nahe der Firma Oberndorfer aus mit Wärme versorgt.

In diesen Tagen erfolgt nun der nächste Schritt, wie Karl Haimerl, Landwirt aus Maiersch und Gründer, Obmann und Geschäftsführer der 50 Mitglieder umfassenden Genossenschaft berichtet: „Wir haben schon vor 30 Jahren auf Hackschnitzel gesetzt, damals allerdings ohne eigenes Heizwerk. Wir haben nur an die Kunden geliefert, unter anderem an die Gartenbauschule in Langenlois.“

Nach einer Investition von etwa 350.000 Euro im Vorjahr – weitere 250.000 Euro gingen nach Irnfritz, wo die Biogen neben der Mittelschule auch ein Heizwerk besitzt – wird nun in Gars eine ähnlich hohe Summe aufgewendet wie im Herbst 2020, nämlich eine Viertelmillion Euro. Derzeit wird quasi ein „Ring“ rund um das Zentrum geschaffen, ausgehend von der Apoigerstraße ab Schillerstraße und weiter zur Kollergasse hinter dem Rathaus, wo sich der Kreis schließt.

440_0008_8188079_hor39gar_haimerl_franz.jpg
Biogen-Gründer und Geschäftsführer Karl Haimerl.
privat

„Damit können wir nicht nur neue Abnehmer versorgen, sondern die Wärme von zwei Seiten einspeisen, was bei einem möglichen Ausfall eines Kreises natürlich ein großer Vorteil ist“, sagt Haimerl. Neue Biogen-Kunden sind unter anderem die Kirche und der Pfarrhof sowie neun Privathaushalte. Weitere vier sind „stille“ Abnehmer, die einen Anschluss legen ließen, aber ihn derzeit noch nicht nutzen wollen.

Bis Mitte November, schätzt Haimerl, werden die Arbeiten abgeschlossen sein.