Kampf gegen Algen im Kamp fortgeführt. Fluss im Bereich des Erlebnisbades gesäubert. Sieben Lkw-Ladungen aus dem Wasser geholt.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 24. Juli 2019 (05:44)
Den „Berg“ Algen, den Martin Kaser mit dem Lkw abtransportierte, bestaunten auch Fischerei-Aufseher Günter Salwey, Umweltgemeinderat Josef Wiesinger, Bürgermeister Martin Falk und Friedrich Wiesinger (von rechts), der Vorsitzende des Umweltausschusses der Marktgemeinde Gars.
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Sie gehören zum Kamp ebenso wie die Fische, Flusskrebse und anderes Getier: die Algen, genauer die „elodea canadensis“, die „Kanadische Wasserpest“, die in den letzten Jahren stark überhand nahm.

Nach einer publikumswirksamen Aktion der „Kampf-Freunde“ vor einigen Jahren, die Algen mit der Hand auszureißen, kam im Vorjahr erstmals ein Mähboot zum Einsatz. Und in der Vorwoche wieder.

War das nicht zielführend? „Es hat insofern etwas gebracht, als der Kamp wieder ansehnlich wurde“, beantwortet Friedrich Wiesinger, der Vorsitzende des Umweltausschusses, die Frage. „Aber das ist so wie mit dem Rasenmähen: Wenn man einen gepflegten Rasen haben will, muss man mähen. Und das tun wir auch.“

Mähboot wurde zum „Reißboot“ gemacht

Wobei „mähen“ eigentlich das falsche Wort ist, denn eigentlich müsste man „reißen“ sagen. „Das Boot fährt in die Algen hinein, reißt sie aus und bringt sie ans Ufer, wo sie von einem Lkw abtransportiert werden“, erklärt Wiesinger. „Mähen geht nicht, weil die Bodenunebenheiten sehr groß sind und der Wasserstand von knietief bis über Kopf reicht.“ Daher könne, anders als bei der annähernd überall gleich tiefen Alten Donau, wo das Boot einer Privatfirma im Auftrag der Gemeinde Wien unterwegs ist, nicht mähen, sondern müsse sich eben auf diese Weise behelfen.

Zwei Tage lang war das Mähboot, das eigentlich ein „Reißboot“ war, weil es die Algen nicht abgemäht, sondern ausgerissen hat, auf dem Kamp im Bereich des Erlebnisbades unterwegs.
Rupert Kornell

Einen weiteren Grund, warum es auch diesmal wieder einen zweitägigen Einsatz im Badebereich zwischen dem Steg beim China-Zentrum und dem Wehr beim Bad war, nennt Bürgermeister Martin Falk: „Der Druck der Badegäste ist immer größer geworden, immer wieder wurden wir gefragt: ,Wann macht ihr endlich was?‘ Darum haben wir uns entschlossen, auch im heurigen Jahr wieder diese Aktion durchzuführen.“

Eines konnte Wiesinger feststellen: „Die ,Ausbeute‘ ist heuer geringer geworden. Waren es im Vorjahr zehn Lkw-Ladungen voll Algen, so haben wir heuer ,nur‘ sieben verzeichnet.“

Was gleich geblieben ist, das sind die Kosten, die rund um die 7.000 Euro betragen. Gut investiertes Geld, weil es die Zufriedenheit der Badgäste erhöht und somit auch mehr Leute wieder im Kamp baden.