Kluger Pensionist war den Gaunern überlegen.... Betrüger besonders hartnäckig. 76-jähriger Garser fiel aber nicht auf sie hinein.

Erstellt am 05. Juli 2017 (03:44)
NOEN, Erwin Wodicka
Symbolbild

Diesmal gab es keinen Schaden – aber alle Menschen, vor allem Pensionisten, sollten wachsam bleiben. Es gibt wieder Trick-Gauner, die versuchen, Leute um ihr Erspartes zu bringen. Ein Garser (76) war ihnen aber geistig überlegen.

Pensionist sollte im Voraus „Spesen“ zahlen

Ein Unbekannter hatte dem Mann in einem Anruf am 30. Juni mitgeteilt, dass seine Frau bei einer Lotterie 2015 die Summe von 75.000 Euro gewonnen und den Betrag nicht abgeholt habe. Ein Bote und ein Notar würden diese überbringen. Dafür müssten aber „Spesen“ von 750 Euro erlegt werden. Es folgten mehrere Anrufe, und die Summe wurde auf die Internet-Währung „Bitcoin“ geändert.

Da sich der Garser trotz beharrlichen Drängens weigerte, Daten bekanntzugeben, beendete der Anrufer das Telefonat. Wenig später startete ein anderer einen neuerlichen Versuch. Doch der Mann blieb standhaft.

Letztendlich erfolgte weder eine Überweisung von Geld noch eines Bitcoin-Betrags. Der Anzeiger verständigte die Polizei.

Aus gegebenem Anlass warnt diese vor solchen dubiosen Anrufern. Telefonisch eingeforderte Geldbeträge sollen auf keinen Fall ausgehändigt werden. NÖN-Leser erinnern sich: Anfang 2015 war es Kriminellen mit dem sogenannten Neffentrick (Anrufer geben sich als Verwandte in Geldnot aus, Anm.), der in diesem Fall ein „Enkeltrick“ war, gelungen, einer alleinstehenden Garserin 130.000 Euro abzuluchsen.