Kunsteisbahn trotzt seit 25 Jahren jedem Wetter. Eisläufer, Eishockeyspieler, Eiststockschützen finden von Mitte Novemver bis Ende Februar ideale Bedingungen vor.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 10. Januar 2020 (10:24)
Obmann Josef Wiesinger freut sich über den Nachwuchs auf dem Eis: Matteo und Leni-Maria Schwarzinger sowie Julia Pleßl (vorne) mit Rebecca Grömer, Bianca Schwarzinger und Andrea Pleßl (hinten, v. links).
Rupert Kornell

Auch nach 25 Jahren hat die Kunsteisbahn Gars nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Rund 15.000 Junge und jung Gebliebene kommen jedes Jahr von Mitte November bis Ende Februar, die einen zum Eislaufen, die anderen zum Eishockeyspielen, wieder andere zum Eisstockschießen. „Bei uns finden alle ihren Platz“, freut sich Obmann Josef Wiesinger, seit 25 Jahren im „Amt“.

Der ist mächtig stolz darauf, dass es seit der Eröffnung durch die damalige Landesrätin Liese Prokop und Eiskunstlauf-Olympiasieger Wolfgang Schwarz dem Verein dank vieler freiwilliger Helfer – auch Marius Singer, Gerda Wiesinger und Josef Poigenfürst sind seit Anfang an dabei – möglich war, beste Bedingungen für die Eissportler zu schaffen. „Und da wir vor 20 Jahren ein Dach darüber gezogen haben, sind wir unabhängig von Regen und Schnee und unsere Gäste geschützt. Daher ist auch noch kein einziger Betriebstag entfallen. So eine Konstruktion gibt es sonst in ganz Niederösterreich nicht.“

Eis-Disco ist nach wie vor der große „Hit“

So zufrieden er mit der Entwicklung bisher ist, Sorgen bereitet ihm die Tatsache, dass es zwar genügend ältere Eisstockschützen und viele junge Eishockeyspieler gibt, die aber keine (kostenintensive) Meisterschaft spielen können. Auch Schulen außerhalb von Gars könnten die Bahn mehr nutzen.

Bei der Finanzierung des Betriebs hilft eine Zuwendung von der Gemeinde (3.780 Euro Zuschuss zu den Energiekosten von ca. 18.000 Euro im Jahr plus 3.000 Euro Bauhofleistungen), Geld erwirtschaftet man aber auch durch Vermietung der Fläche an verschiedene Veranstalter, die im Sommer etwa Konzerte durchführen und durch den Flohmarkt im September sowie den Kindermaskenball, der am 2. Februar stattfindet.

Ein Hit mit bis zu 100 Besuchern ist nach wie vor die 14-tägig stattfindende Eis- Dis co, die „dank immer mehr älterer Besucher viel ruhiger geworden ist“, wie Wiesinger feststellt.