Neues Programm: „Burg wird klingen!“. Auch „Entführung aus dem Serail“ kann nicht stattfinden, aber Angebot in Gars ist reichhaltig. Maximal 300 Gäste werden ab 3. Juli jeden Freitag auf Burg dürfen.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 19. Juni 2020 (06:00)
Intendant Johannes Wildner.Foto: Lukas Beck
ukasbeck.com

„Wir sind uns alle einig, dass es eine Stimmungstrübung wäre, wenn auf der Burg Gars heuer nicht gespielt wird“, fasst Intendant Johannes Wildner seine Meinung und die der Gemeindevertreter als Eigentümer der Burg, sowie GmbH-Geschäftsführer Peter Schneyder zusammen. „Die Burg darf den Sommer über nicht schweigen, wir bringen sie zum Klingen!“

Schon vor einigen Wochen war klar, dass die für heuer vorgesehene Produktion von Bizets „Carmen“ nicht über die Bühne gehen kann, auch die Pläne mit Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in einer besonderen Fassung ohne großen Chor und großes Orchester haben sich zerschlagen. „Aber dank der Beharrlichkeit unseres Intendanten gibt es wieder ein diesen Zeiten angepasstes Programm, das keinen Vergleich zu scheuen braucht“, lobt Bürgermeister Martin Falk das Engagement Wildners und seines Teams. Und dieses Programm erstreckt sich über zehn Wochen und hat ein Grundthema, nämlich Musik und Literatur zu verbinden.

„Freundschaftsmeeting“ auf der Garser Burg

„Es ist aber auch ein Freundschaftsmeeting“, meint Wildner, „denn viele meiner Freunde und Freunde von Gars kann man jeden Freitag ab dem 3. Juli hier treffen.“ So kommt etwa Stephan Paryla-Raky, der bei der ersten Opernproduktion in Gars vor 32 Jahren mitgewirkt hat, oder der südafrikanische Tenor Siabonga Maqungo, 2017 umjubelterer Tamino in Mozarts „Zauberflöte“.

Nicht fehlen dürfen die heimischen Top-Künstler, Akkordeonvirtuose Otto Lechner (mit Star-Gittarist Harri Stojka) und seine Gattin, die Schauspielerin Anne Bennent. Selbstverständlich ist auch Wildner mit dabei, etwa als Geiger beim Auftakt mit dem Thema „Gott erhalte! Gott beschütze! – Die abenteuerliche Geschichte der Kaiserhymne“, am 10. Juli mit Sohn Andreas am Klavier und Schriftsteller Michael Korth bei „Ich, Beethoven“ oder beim Finale, wo er am 4. September mit drei Freunden und seinem Lehrer Ernst Kovacic bei einer „Schubertiade“ auftritt.

Eingelassen werden maximal 300 Zuschauer, damit der Abstand garantiert ist. Auch Bewirtung wird es geben.