Panda-Gehege entsorgt. Glasumzäunung für Pandas und Waschbären hat ausgedient. Areal im Kurpark rund um die „Kaiser-Eiche“ wird wieder wie früher.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 03. August 2018 (04:45)
Rupert Kornell
Beginnen mit der Demontage des ehemaligen Geheges für die Roten Pandas und später der Waschbären im Kurpark gegenüber dem China-Zentrum: Bürgermeister Martin Falk, Bauhof-Mitarbeiter Michael Chat und Gemeinderat Alfred Gundinger (von rechts), der bei der Straßenmeisterei Hollabrunn beschäftigt ist und mit dieser eine Abmachung über die Verwendung des Glases als Lärmschutzwand getroffen hat.
 

Als „win-win-Situation“ bezeichnet Bürgermeister Martin Falk die Demontage des ehemaligen Panda-Geheges im Garser Kurpark gleich gegenüber dem China-Zentrum.

Die Vorgeschichte: Es war Willi Dungls Idee, an dieser Stelle in Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Schönbrunn Rote Pandas anzusiedeln und den Kurpark attraktiver zu machen. Aber er durfte es nicht mehr erleben. Nach der Eröffnung des China-Zentrums Anfang April 2002 starb er unerwartet am 1. Mai, Anfang Juli fanden „Chiga“ und „Chinoco“ hier für einige Jahre ihr Zuhause und trotzten selbst dem Jahrtausend-Hochwasser Mitte dieses Jahres. Vor sechs Jahren ersetzten Waschbären die Pandas, fanden sich aber in dem mit Glas umgebenen Gehege nicht zurecht, weshalb dieses bis jetzt funktionslos blieb.

Nun werden zwar keine neuen Tiere mehr einziehen (Falk: „Die Auflagen bezüglich Tierschutz sind jetzt viel rigoroser.“), aber Gemeinderat Alfred Gundinger, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hollabrunn, hat eine Lösung gefunden: Die Glaswände werden künftig als Lärmschutzwände dienen.

Aufruf im Internet war kein Erfolg

„Wir haben die Wände prüfen lassen, sie sind sowohl bezüglich Lärmschutz wie Statik und Bruchfestigkeit geeignet“, erklärt Gundinger. „Die 48 Elemente, 1,50m lang und 1,90 m hoch, werden nun von den Garser Bauhof-Mitarbeitern abgebaut und in der Straßenmeisterei Ravelsbach gelagert, bis sie dann Verwendung finden.“

„Damit ist der Straßenmeisterei ebenso wie der Gemeinde Gars geholfen: Die haben jetzt Lärmschutzwände, wir brauchen uns nicht um die Entsorgung zu kümmern“, so Falk. „Wir haben es im Internet probiert, aber niemand wollte die Elemente haben.“

Die Fläche wird wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt mit Gras und Sträuchern rund um die „Kaiser-Eiche“.