Rad-Erlebnisbahn: Polit-Zank rund um Pump-Track . Fehlende Unterlagen führten zu Ablehnung von Thomas Singers (ÖVP) Antrag.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 07. April 2021 (05:13)
Für den Antrag Thomas Singers gab es auch von den ÖVP-Parteikollegen eine Abfuhr.
Rupert Kornell

Merkbare Verwirrung in den Reihen der ÖVP bei der Abstimmung über einen (Gegen-) Antrag, den SPÖ-Fraktionsführer Josef Wiesinger eingebracht hatte: „Seine“ Mandatare sowie jene von der FPÖ und der Bürgerliste zeigten auf – und als auch ÖVP-Bürgermeister Martin Falk die Hand hob, machte sich Verunsicherung breit. Erst folgte ihm Vizebürgermeisterin Paula Uitz, danach etwas unsicher alle anderen Mitglieder der ÖVP-Fraktion bis auf Philip Köhl (Stimmenthaltung) und Thomas Singer (Gegenstimme).

Was war geschehen? Schon im Dezember hatte Singer, Vorsitzender im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus, einen Antrag auf Errichtung einer Crossbike-Anlage in der Freizeitanlage Wörth eingebracht. Der war aber zurückgewiesen worden, weil entsprechende Zahlen fehlten. Bei der Sitzung in der Vorwoche stand der Punkt erneut auf der Tagesordnung.

„Die Idee ist eigentlich von den Bürgern gekommen, eine solche Anlage ist bei den Kindern sehr beliebt“, argumentierte Singer. „Es ist auch keine Rennstrecke, sondern einfach eine Rad-Erlebnisbahn für die Kleinen.“ Er habe ein Offert mit Kosten von rund 8.200 Euro für die 30 bis 40 m lange Rundbahn. Es werde auf dem Wörth auch nichts kaputtgemacht, kein Baum oder Strauch umgeschnitten. Und außerdem solle dieser Bereich generell in Zukunft attraktiver gemacht werden, wovon letztlich auch die Wirtschaft profitiere.

„Haben Unterlagen bis heute nicht erhalten!“

„Die Idee ist grundsätzlich gut“, anerkannte Wiesinger, „aber es gibt keine Planungsunterlagen. Die haben wir schon für die Ausschusssitzung eingefordert, aber nicht erhalten, bis heute nicht.“ Die Umsetzung und der Baubeginn sollen jedoch erst erfolgen, wenn es einen Plan gibt und die Absteckung der Anlage in der Natur erfolgt ist, wenn es eine Baugenehmigung gibt, Kostenvoranschläge für Material und Arbeitszeit gibt, Schätzungen, welche Leistungen vom Bauhof erbracht werden müssten, welche Versicherungen nötig sind und welche Altersgruppe die Bahn benützen darf.

Wiesingers Gegenantrag folgten schließlich, wie eingangs erwähnt, 19 der 21 anwesenden Gemeinderäte, Singers Antrag war damit durchgefallen.