Seit 1988 Horner NÖN gesammelt

SPÖ-Gemeinderat Gerald Steindl nutzt alte Artikel über Gars als wichtige Informationsquelle für seine Tätigkeit.

Rupert Kornell
Rupert Kornell Erstellt am 18. September 2021 | 05:26
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Einen „Schatz“ hat der Garser Gerald Steindl in seinem Elternhaus in Wolfshof gefunden, nämlich alte Ausgaben der NÖN, die bis zum Jahr 1988 (!) zurückreichen. Die Garser Berichte hat er ausgeschnitten, bewahrt sie in rund einem Dutzend Ordnern auf – und liest sie natürlich auch.
Foto: Rupert Kornell

„Eigentlich habe ich mehr gelesen als zusammengeräumt“, gesteht Gerald Steindl. „Aber die jüngere Geschichte von Gars ist halt so interessant – und außerdem für meine Arbeit im Gemeinderat wichtig.“

Was er gelesen hat? Natürlich die Horner NÖN

Etliche Kartons voll mit alten Ausgaben fand er, als er vor zwei Jahren sein Elternhaus in Wolfshof ausräumte, weil er es vermieten wollte (und auch vermietet hat). Dabei stieß er auf diesen „Schatz“, den ihm seine Mutter hinterlassen hat.

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Anfangs hat er nur etwas darin geblättert, aber im Lauf der Zeit entwickelte er immer mehr Interesse. Das konzentrierte sich in erster Linie auf Gars. „Und auf alle Bereiche, von der Politik über die Gesellschaft, die Gemeindevorhaben, den Sport.“ Die jeweiligen Seiten hat er ausgeschnitten, in Folien gesteckt und bewahrt sie nun in rund einem Dutzend Ordner in seinem Wolfshofer Stadl, den er fein herausgeputzt und teilweise gemütlich eingerichtet hat, auf. „Gelegentlich habe ich auch Geschichten aus Bund und Land aufgehoben, vor allem, was die SPÖ betrifft“, erzählt der seit 2005 im Gemeinderat sehr aktive Mandatar.

Ausgabe aus 1988

 Ältestes Exemplar ist die NÖN Nr. 38 aus 1988, in der das „Projekt Bauhof neu“ um 3,5 Millionen Schilling vorgestellt wurde, und das „Willi Dungl Stiftungsfest“, bei dem ein Renn-Overall von Gerhard Berger für einen guten Zweck versteigert wurde.

Die Sammlung ist zwar nicht lückenlos, vor allem von den älteren Jahrgängen sind nur einige Ausgaben vorhanden, aber in etwa von der Jahrtausendwende an gibt es kaum einen Bericht, den Steindl nicht archiviert hat. „Das meiste im Vorjahr während des Lockdowns, da war mehr Zeit. Aber einiges habe ich noch aufzuarbeiten.“

Immer wieder schmökert er in den Ordnern und entdeckt dabei Interessantes mit erstaunlichen Parallelen zur Gegenwart wie die Absicht, das Radwegenetz auszubauen oder das Wirtschafts- und Tourismusprojekt „Gars 2000“ (1990), Pläne für eine – nie verwirklichte – Überdachung des Zuschauerraums auf der Burg (1991). Damals ein Thema, heute keines mehr: die Stadterhebung von Gars, ventiliert 1999 von Anton Schrammel, aber nicht umgesetzt, sehr wohl aber die Zuerkennung des Status „Luftkurort“ anno 2003.

Fülle an Informationen

Und immer wieder Berichte aus der Gemeinde, von Vereinen, von Willi Dungl und seinen Vorhaben, seinem Tod 2002, der wechselhaften Geschichte seines „Bio-Hotels“ samt China-Zentrum und Vital-Hotel (beide heute Reha) und natürlich von der Jahrhundertflut im gleichen Jahr.

„Es gibt so viel darin zu entdecken“, ist Steindl fasziniert und betont dabei die Rolle der NÖN als Informationsquelle. „Da wurde und wird Woche für Woche ausführlich, unabhängig und kompetent berichtet.“