Sondierung: Keine Unstimmigkeit bei ersten Gesprächen. ÖVP bindet Wahlverlierer mit ein, Zahl der Mitglieder in den Ausschüssen wird zu Lasten der SPÖ kleiner. Die findet das okay.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 04. Februar 2020 (08:40)
Der Bürgermeister Martin Falk will den „erfolgreichen Garser Weg“ fortsetzen.
NÖN-Archiv

„Wir werden den erfolgreichen Garser Weg, den wir in den vergangenen Jahren gegangen sind, auch in den nächsten fünf Jahren fortsetzen“, resümiert Bürgermeister Martin Falk über die ersten „Sondierungsgespräche“, die er am vergangenen Samstag mit allen drei Fraktionen geführt hat. „Es war ein erstes Update“, meint SPÖ-Vorsitzender Josef Wiesinger, „wir sind uns einig, wie wir weitermachen, aber sind noch nicht ins Detail gegangen.“

Für Falk ist es auf jeden Fall klar, dass es die Ausschüsse in der gleichen Zahl und Form wie bisher geben wird, wobei sich natürlich die Frage erhebt, wie das in der ÖVP personell aussieht, denn mit dem Landwirt Bernhard Gumpinger und der angehenden Steuerberaterin Susanne Beischlager werden ja zwei „Geschäftsführende“ im neuen Gemeinderat nicht mehr vertreten sein.

„Die Entscheidung für die Nachfolge Gumpingers liegt mit dem Nonndorfer Landwirt Robert Schneider ja auf der Hand“, so Falk. „Wer Beischlager als Vorsitzende im Tourismus-Ausschuss ersetzt, steht dagegen noch nicht fest.“

Einige Entscheidungen sind auf jeden Fall schon gefallen. Falk: „Die Ausschüsse werden schlanker, die Zahl der Mitglieder sinkt von derzeit sechs auf fünf, wobei die SPÖ in jedem Ausschuss vertreten sein wird.“ Das nimmt auch Wiesinger so zur Kenntnis, „obwohl das sechste Mitglied eigentlich uns zusteht und wir so je einen Sitz verlieren. Aber das ist okay so.“

FPÖ stellt Obmann im Prüfungsausschuss

Großzügig gibt sich die ÖVP gegenüber den Wahlverlierern, der FPÖ und der Bürgerliste, die nur mehr je ein Mandat innehaben. Sie mussten bekanntlich jeweils eines an die ÖVP (hat nunmehr 16 statt 14, die SPÖ weiterhin fünf) abgeben. „Wir verzichten auf ein Mandat im Prüfungsausschuss, FPÖ-Mann Helmut Gröschel soll weiterhin dessen Obmann sein“, erklärt Falk. „Und Herbert Bauer will sich im Bereich Straßenbau einbringen. Auch hier ist es eines unserer Mandate, die wir hergeben.“

Mehrzweckhalle erhält einen zweiten Turnsaal

Und eine wichtige Grundsatzentscheidung hat man auch getroffen: Man will eine weitere halbe Million in den Bau des Turnsaales bzw. der Mehrzweckhalle investieren. Über dem Trakt der Nebenräume für den Norm-Turnsaal wird der Platz ausgenützt und ein zweiter Bewegungsraum mit 180m² geschaffen sowie eine Tribüne, von der aus man das Geschehen im „großen Saal“ beobachten kann. „Diese Mehrkosten können wir stemmen“, ist Falk überzeugt.