„Spionagereise“ auf die Festung Kufstein. Besuch / Intendant Wildner und Bürgermeister Falk bei Operettensommer-Leiter Rudolf Berger.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 26. August 2014 (11:28)
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Johannes Wildner, Intendant der Oper Burg Gars, und Bürgermeister Martin Falk besuchten den Kufsteiner Intendanten Rudolf Berger (von rechts), der ab 1.11. Geschäftsführer der Burg Gars GmbH wird.
NOEN, Wolfgang Jäger

„Schwer beeindruckt“ zeigte sich Bürgermeister Martin Falk, der gemeinsam mit Oper Burg Gars-Intendant Johannes Wildner Kufstein besucht hatte, um sich zu einem „Lokalaugenschein“ mit Rudolf Berger, dem künstlerischen Leiter des Operettensommers Kufstein – heuer stand das Musical „May fair Lady“ auf dem Programm – zu treffen.

„Ich leite hier schon zum achten Mal das Festival, das von der Größenordnung in etwa mit Gars zu vergleichen ist“, erklärt Berger, der ja ab dem 1. November dieses Jahres als Geschäftsführer der Burg Gars Gesellschaft (gemeinsam mit Alt-Bürgermeister Heribert Reisinger) fungieren wird.

„Das ist allerdings stark untertrieben“, kontert Falk, „denn zum einen gibt es eine – noch dazu überdachte – Arena mit rund 2.200 Plätzen, die fast immer besetzt sind, zum anderen weist die Festung Kufstein ganz andere Dimensionen auf als unsere Babenberger-Burg.“ Und fügt lächelnd hinzu: „Noch ganz andere Dimensionen …“

Tätigkeit in Kufstein ist mit Gars „kompatibel“

Eine ähnliche Auslastung wünscht sich Falk auch für Gars, wo „nur“ etwa halb so viele Plätze zu füllen sind. Dabei soll gemeinsam mit Wildner auch Berger mithelfen.

Die Tatsache, dass Berger, früher auch Direktor an der Volksoper Wien und durch Jahrzehnte als Kulturmanager bewährt, mit Kufstein eine Vereinbarung hat, dass er das Festival noch weitere zwei Jahre betreut, soll für ihn kein Hindernis sein, für Gars zu arbeiten: „Das ist mit Kufstein durchaus kompatibel, da ist etwa die Premiere drei Wochen nach Gars.“

Und vielleicht ergeben sich Synergien mit seiner künftigen Wirkungsstätte, möglicherweise mit einem Gastspiel der Tiroler im Kamptal? Berger: „Das ist noch nicht angedacht, aber ausschließen möchte ich es nicht.“