Teststraße extra für Kiennast-Mitarbeiter. 150 Kiennast-Mitarbeiter kamen zum Corona-Test ins Logistikzentrum in Gars und trugen dazu bei, Teststraße im Rathaus zu entlasten.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 23. Februar 2021 (07:53)
Auch die Geschäftsführer Julius (rechts) und Alexander Kiennast ließen sich von Regina Ratheiser (3. v. l.) testen, im Beisein der Helfer Thomas Nichtawitz, Vizebürgermeisterin Paula Uitz und Claudia Janesch (v. l.).
Rupert Kornell

„Hauptgrund war, dass wir corona-mäßig vordenken und schauen, dass wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sich unkompliziert testen zu lassen“, begründet Alexander Kiennast, mit seinem Cousin Julius Geschäftsführer des Garser Handelshauses, warum man im Logistikzentrum am östlichen Ortsrand der Gemeinde eine eigene Teststraße eingerichtet hat.

Ausgegangen war die Initiative dazu von Heimo Krammer, dem Leiter des Kiennast-Logistikzentrums, der an das Rote Kreuz mit dem Ersuchen herangetreten ist, eine Teststraße einzurichten. Da diese Organisation derzeit allerdings sehr überlastet ist, schloss er sich mit Thomas Nichtawitz kurz, dem Impfkoordinator bei der Gemeinde Gars, der gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Paula Uitz („Selbstverständlich helfen wir als Gemeinde und ich als Person dabei mit.“) die Teststraße auf die Beine stellte, die bisher im Bezirk einzige in einer Firma. Und tatsächlich wurde innerhalb kürzester Zeit diese Idee in die Tat umgesetzt.

„Angefangen haben wir mit Selbsttests“, so Julius Kiennast, „die die Mitarbeiter selbst durchgeführt haben, doch damit giibt es keinen offiziellen Nachweis, dass man negativ ist.“ Außerdem sei die „Trefferquote“ viel geringer, die Zuverlässigkeit der Tests also nicht so hoch wie bei den derzeit verwendeten.

Kiennast-Mitarbeiter haben nun die Möglichkeit, sich laufend einmal in der Woche testen zu lassen. „Zusätzlicher Grund ist, dass alle Logistik-Mitarbeiter im Lager mit FFP2-Masken arbeiten müssen. Das ist schon sehr mühsam für die Leute. Aber wenn sie sich regelmäßig testen lassen, entfällt das“, erklärt Alexander Kiennast.

Freiwilligkeit bei Test ist natürlich gegeben

„Die Büromitarbeiter sitzen allerdings mit Masken an ihrem Platz“, ergänzt Julius Kiennast und macht auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: „Wir haben ja auch Lagermitarbeiter aus Tschechien, die für den Grenzübertritt einen negativen Test brauchen. Sie müssen nirgends hinfahren, sondern können sich im Haus testen lassen.“

Beide betonen nachdrücklich, dass der Test selbstverständlich freiwillig ist und kein wie immer gearteter Druck auf die Leute ausgeübt wird. Die Strategie zeitigt Erfolg, denn bei den ersten beiden jeweils zweistündigen Terminen in der Vorwoche kamen insgesamt 150 Mitarbeiter – und natürlich auch die beiden Geschäftsführer, die die „Super-Zusammenarbeit mit der Gemeinde“ hervorheben und auch viel Lob für die Testung in Niederösterreich aussprechen.

Dass diese Zusammenarbeit total unkompliziert funktioniert, bestätigen auch Uitz und Nichtawitz: „Man kann das als ,Außenstelle‘ unserer Teststraße im Rathaus sehen, bei der wir in der Woche bis zu tausend Tests haben. Und da entlastet uns natürlich diese Teststraße hier sehr.“ Es handle sich um eine Win-win-Situation, weil diese Leute nicht ins Rathaus kommen, sondern sich quasi vor Ort dem Test unterziehen können.