Sommerakademie übersiedelt nach Gars. Robert Pobitschka hält seine Sommerakademie wegen der höheren internationalen Bekanntheit künftig in Gars ab.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 18. Februar 2020 (10:47)
Schauspiel-Legende Erni Mangold hält ebenfalls in Gars einen Kurs ab.
Rupert Kornell

Nach einem Jahr Pause veranstaltet Robert Pobitschka 2020 wieder eine „Sommerakademie“ im Waldviertel. Allerdings übersiedelte er damit von Drosendorf, wo die Akademie von 2011 bis 2018 über die Bühne ging, nach Gars.

Robert Pobitschka übersiedelt 2020 mit seiner Sommerakademie von Drosendorf nach Gars. Das internationale Renommee der Kurgemeinde am Kamp soll die Akademie langfristig attraktiver machen.
Internationale Sommerakademie Gars

Als Grund für die Übersiedlung nannte Pobitschka neben der Unterstützung durch die Gemeinde die Tatsache, dass Gars „hinsichtlich Infrastruktur, auch was seinen internationalen Ruf betrifft“ in einer anderen Liga als Drosendorf spiele. Dies zeige auch die bereits angelaufene Anmeldung: „Die größere Bekanntheit von Gars macht es uns leichter, Interessierte zu uns zu bekommen“, sagte Pobitschka.

Auch wenn er Drosendorf ins Herz geschlossen habe, langfristig sei die Sommerakademie am Kamp besser aufgehoben als an der Thaya. Er erfahre hier breite Unterstützung, etwa durch die Pfarre, das Zeitbrücke-Museum oder auch die Oper Burg Gars. Intendant Wildner habe bereits Freikarten für die Akademie-Teilnehmer für die Generalprobe zur „Carmen“ versprochen.

In Gars will Pobitschka mit „hochqualifizierten Dozenten“ ein attraktives Kursangebot schaffen, dass sich nicht nur an Studenten und Profis, sondern auch an interessierte Laien und den Nachwuchs richte: „Wir hatten schon tolle Mittelschüler dabei, die Schauspieler werden wollten. Der bunte Fächer an Teilnehmern macht den Reiz einer solchen Akademie aus“, freute sich Pobitschka auf bunte Vielfalt in seiner Akademie.

Erni Mangold als besonderes Zuckerl

„Libretto-Papst“ Albert Gier hält ein Symposium zu Franz von Suppè.
Barbara Herbst

Als besonderes Zuckerl ist wohl der Kurs von Schauspiel-Legende Erni Mangold zu werten. Zudem wird Albert Gier, der auch schon als „Libretto-Papst“ bezeichnet wurde, sein Wissen um die Operette im Symposium „Franz von Suppè“ einbringen.

Die ehemalige ORF-Moderatorin Eva Pfisterer wird einen Kurs „Medientechnik und Rhetorik“ halten. Besonders freut sich Pobitschka schon auf den mährischen Maler Jiri Skodak, der sich mit einer Sythese von Musik, Natur und Malerei einen Namen gemacht hat. Im Rahmen der Sommerakademie werden einige Reproduktionen seiner Werke auch im Kurpark zu sehen sein. Pobitschka selbst wird übrigens einen Kurs „Gregorianische Gesänge“ anbieten.

Abgerundet wird das Angebot mit einem Eröffnungskonzert am 5. Juli im Kurpark-Pavillon und einem Operettenkonzrt am 11. Juli.