Drei Hauben für den Bezirk Horn. Franz Buchinger wurde von Top-Restaurantführer zum ersten Mal mit zwei Hauben bedacht. Auch Gasthaus Seher verteidigte seine Haube.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 15. Dezember 2020 (18:49)
Franz Buchinger erkochte sich eine zweite Haube.
Archiv/ Denk

Die Ergebnisse des Gault-Millau-Restaurantführers 2021 sind da. Auch zwei Lokale aus dem Bezirk haben es geschafft, mit den begehrten Hauben ausgezeichnet zu werden. Beide zum wiederholten Male.

Karl Lind und das Gasthaus Seher verteidigten ihre Haube.
Archiv/MK

Das Landgasthaus „Zum Seher“ konnte die im Vorjahr erstmals erkochte Haube verteidigen. „Die Freude ist natürlich riesig, dass es jetzt zum zweiten Mal geklappt hat“, sagt Lokalchef Karl Lind. „Wie heißt es so schön: Einmal ist keinmal. Es kommt auf die Kontinuität an, die Qualität halten zu können.“ Das Erfolgsrezept führt er auf sein Küchenteam zurück. Ein wichtiger Faktor sei die gute Vernetzung mit den Lieferanten. Viele der Produkte kommen direkt von den Bauern. „Das Wesentliche ist es aber, immer frisch zu kochen“, erklärt Lind. Von Gaul-Millau werden vor allem „Klassiker“ wie das Paprikahendl oder der Zwiebelrostbraten als Begründung für die Auszeichnung hervorgehoben.

Seine Haube verteidigen konnte auch das Landgasthaus Buchinger in Harmannsdorf. Bereits seit 13 Jahren wird das Wirtshaus von Franz Buchinger regelmäßig von Gault-Millau ausgezeichnet. Neu ist allerdings, dass jetzt eine zweite Haube dazukommt. „Es ist schon gewaltig und die größte kulinarische Auszeichnung, die wir bis jetzt bekommen haben“, schildert Buchinger. Besonders hervorzuheben sei der Sprung von einer auf zwei Hauben, der größer sei als man glauben würde.

Dabei war die zweite Haube nicht unbedingt ein Ziel von Buchinger. „Wir wollen gar kein Restaurant sein, sondern ein Wirtshaus“, offenbart er. Die Karte des Landgasthauses ist eine der bodenständigsten, unter den Haubenlokalen. Von Schweinsbraten über Kalbsrahmfleisch, es sind nicht die „Schickimicki-Gerichte“, mit denen Buchinger seine Gäste begeistern will. „Ein Backhendl mit Erdäpfel-Vogerlsalat und Kernöl könnte man sich nicht besser wünschen“, meint der Gourmet-Führer.