Milchhaus fürs Museum in Horn. Milch-Sammelbecken und Co sind künftig in Horn zu bestaunen.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 08. April 2021 (04:11)
Die Objekte im Milchhaus der Milchgenossenschaft Wutzendorf wurden für die landwirtschaftliche Ausstellung des Museum Horn durch Martin Seidl, Martin Bauer, Franz Pötscher, Anton Mück und Elisabeth Allram (v. l.) aus dem Dornröschenschlaf geholt.
Reininger, Reininger

Eine neue Attraktion kann das Museum Horn rechtzeitig vor dem Neustart nach dem Lockdown präsentieren: Die Geräte des alten Milchhauses der Milchgenossenschaft Wutzendorf (Gemeinde Brunn) sind ab sofort im Horner Museum zu bestaunen.

Geräte aus Dornröschenschlaf geholt. Das alte Milchhaus der Milchgenossenschaft Wutzendorf, das zum Einzugsgebiet der Molkerei Horn gehörte, ist mittlerweile stark in die Jahre gekommen. Milch wird hier auch schon seit Langem nicht mehr gesammelt und so fielen die Geräte in einen Dornröschenschlaf. Nun wurden Sammelbecken und Co für das Horner Museum aus der Versenkung geholt. Möglich machten dies die Mitglieder der Milchgenossenschaft Otto Schödl, Regina und Ferdinand Glanz, Maria und Manfred Heily und Renate und Ludwig Frank. Denn sämtliches Zubehör wurde für die landwirtschaftliche Ausstellung dem Museum Horn als Leihgabe übergeben.

Kultur-Stadtrat Martin Seidl bedankte sich dafür und erklärte, dass die Inhalte des Milchhauses alle im Museum erhalten bleiben. Anton Mück, kaufmännischer Leiter des Museums, ergänzte, dass die Objekte in die landwirtschaftliche Ausstellung einfließen und im dafür vorgesehenen Obergeschoß den Weg der Milch vom Stall bis zur Molkerei dokumentieren werden.

Auch Neues in den Sonderausstellungen. Einige neue Exponate warten übrigens auch in den Sonderausstellungen, die heuer letztmalig zu sehen sind: „Farben.Färben.Staunen“, „112 Jahre E-Werk der Stadt Horn“ sowie „Kunst und Leben im Neolithikum – Die Sammlung Winter“. Der Werdegang des in Fertigstellung befindlichen Kompetenzzentrums für historische Landtechnik kann heuer noch miterlebt werden.

Durchführung von Veranstaltungen noch offen. Eröffnet wird das Museum übrigens nach dem „Kurz-Lockdown“, jetzt für den 13. April geplant. Dabei gibt es, wie die NÖN berichtete, einige Neuerungen. Neben dem neugestalteten Eingangsbereich mit dem optisch auffälligen Zutrittsportal wartet etwa der neue Museumsladen mit deutlich vergrößertem Angebot und einer gemütlichen Sitz- und Leseecke auf Besucher. Neuerscheinungen von Büchern, Getränke, Kaffee, Schließfächer und die Bankomatkassa runden das Angebot ab. Neben dem Erlebnis der 7,5 m langen Wendelröhrenrutsche durch einen Gärfuttersilo lädt auch der Museumsgarten zum Verweilen ein.

Während das Museum aufgrund seiner Größe und des Präventionskonzepts ein sicherer Ort ist, hängt die Durchführung des Veranstaltungsprogramms von der Covid-Schutzmaßnahmenverordnung der Regierung ab.